Apps von den Apinauten: Technologiebrücke in die mobile Digitalwelt

Datensilos aufbrechen, monolithische Systeme mit mobilen Business-Apps verzahnen: Mit einer Middleware für Apps beschleunigt das Leipziger Start-up Apinauten die Softwareentwicklung.

Steuert die Apinauten in Richtung Channel, Beirat Michael Reiserer

Jenseits unseres Planten haben Astronauten, Kosmonauten oder wahlweise Taikonauten Weltraumgeschichte geschrieben. Ähnliches haben sich die Apinauten vorgenommen, die allerdings in einem sehr irdischen, in unserer digital-mobilen Welt aber nicht minder revolutionären Auftrag unterwegs sind. Die Vorsilbe »Api« ist Programm: Programmierschnittstellen – automatisiert und damit schnell für alle bereits bestehenden IT-Systeme entwickelt, bringen Daten aus Standardsystemen wie Microsoft, Oracle oder SAP auf Apps. Apiomat ist eine Middleware, die Anwendungen aus ERP, CRM DMS oder andere Anwendungen dank vorgefertigter Konnektoren an das jeweilige Backend der Kunden-IT anbindet, um typische mobile Funktionalitäten erweitert und Frontend-Programmierung ermöglicht.

Das Entwickeln von transaktionalen Apps soll dadurch erheblich beschleunigt werden.Wie schnell Unternehmen ihre oft noch analogen Prozesse digitalisieren und damit effizienter abbilden können, rechnen die Apinauten an einem Referenzkunden, einer globalen Bildungseinrichtung, vor. Diese steht unter erheblichem Kostendruck, was die überwiegend selbständigen Lehrer zu spüren bekommen, die dort unterrichten. Papierformulare für Einsatzplanung, Nachweisführung und Abrechnung für rund sechs Millionen Trainingseinheiten pro Jahr mussten ausgefüllt werden, erst dann wurden die Zettel digitalisiert. Ein zeit- und kostenaufwändiger Prozess, der nicht mehr zeitgemäß war. Ein ideales Einsatzfeld für die Apinauten. Mit Apiomat Enterprise wurde der Prozess an ein proprietäres ERP angebunden und in alle gängigen Apps überführt.

Bis zum Going-Live in den ersten Ländern vergingen drei ­Monate, mittlerweile ist Apiomat in acht Rechenzentren des Kunden im Einsatz. Rapid Prototyping habe die typischerweise für eine solche Digitalisierung nötige Entwicklungszeit halbiert, die Kosten hätten sich in weniger als sechs Monaten amortisiert, rechnen die Apinauten vor.

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