Dirk Lynen im Interview mit CRN: Reseller müssen neue Wege gehen

Dirk Lynen, Geschäftsführer der 2ndsoft GmbH fordert im Interview mit CRN, Reseller müssten lernen, die »bewährten Distributionswege zu verlassen«, wenn sie vom wachsenden Geschäft mit gebrauchter Software profitieren wollen.

Die Entscheidung liegt beim Kunden

CRN: Windows 7 wird bereits nicht mehr neu vertrieben und noch in diesem Jahr steht auch das Verkaufsende für Windows 7 Pro und 8.1 an. Wie wird sich dieses Ihrer Meinung nach auf das Geschäft und die Nachfrage auswirken?
Lynen: In der Vergangenheit hat ein an der Nachfrage vorbei entschiedenes Verkaufsende stets für steigende Preise gesorgt. Zuletzt sind die Marktpreise für Windows 7 Ultimate, dessen Vertrieb bereits vor einem Jahr eingestellt wurde, exorbitant gestiegen. Das kann sich für Windows 7 Professional wiederholen. Bei Windows 8.1 / Pro sehe ich das etwas gelassener.

CRN: Microsoft hat gerade angekündigt, einige Volumenlizenzen künftig nur noch für Kunden mit mehr als 500 Arbeitsplätzen zur Verfügung zu stellen. Langfristig könnte die Volumenlizenz sogar völlig abgeschafft werden. Was bedeutet das für Ihr Unternehmen?
Lynen:
Das kann ich so pauschal nicht bestätigen. Es wurde lediglich zuvor bei 250 Mitarbeitern / Geräten liegende Untergrenze für ein Großkunden-Volumenlizenzmodell (Enterprise Agreement) auf 500 angehoben. Bei den anderen Volumenlizenzmodellen gelten weiterhin die bisherigen Untergrenzen. Wenn die Frage aber darauf abzielen sollte, ob es langfristig auch bei Microsoft einen Wandel vom Lizenzverkauf in Richtung Cloud bzw. zum Abonnement-Modell geben könnte, gilt auch hier meine Antwort von vorhin: Das entscheiden letztendlich die Kunden, also warten wir es ab.

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