So stoppen Sie die mobile Energieverschwendung: Facebook-App als Akkufresser

Die Facebook-App ist auf den Smartphones vieler Nutzer für bis zu 20 Prozent des Akkuverbrauchs verantwortlich. Doch es gibt einen einfachen Ausweg.

Wer Facebook im Browser statt als App nutzt, kann seinen Akkuverbrauch merklich reduzieren
(Foto: georgejmclittle - Fotolia)

So praktisch Smartphones auch sind, ihre Achillesferse ist und bleibt der Akku. Egal, ob Apples iOS, Googles Android, oder Microsofts Windows Phone als Betriebssystem zum Einsatz kommt: Wer die Geräte tagsüber intensiv benutzt, kommt nicht umhin, sie nachts an die Steckdose zu hängen. Deshalb gehören Anfragen zu Batteriespar-Tricks und Tipps zur Akkupflege zu den beliebtesten Themen in Mobility-Foren (siehe auch: Die größten Akku-Mythen). Dabei ist es manchmal ganz einfach den Batterieverbrauch merklich zu senken und so sicherzustellen, dass abends noch genügend Reserven für die Navigation rund um den Stau auf dem Heimweg oder zur Party des neuen Kollegen zur Verfügung stehen. Manchmal reicht es dafür schon aus, einige nicht mehr benötigte oder besonders energiefressende Apps zu deinstallieren. Ausgerechnet eine der weltweit beliebtesten Apps ist zugleich einer der größten Akkufresser. Bereits in der Vergangenheit wurde nachgewiesen, dass die Facebook-App sich durch diverse Tricks auch dann noch aktiv hält, wenn sie es eigentlich nicht mehr sein sollte und dürfte. Zwar hat Facebook Besserung versprochen, geholfen hat es jedoch offensichtlich wenig.

Das beweist jetzt eindrücklich ein Praxistest der Kollegen des Guardian. Dort wurden mehrere auf Facebook aktive Android- und iOS-Nutzer dazu aufgefordert, ihren typischen täglichen Akkuverbrauch aufzuzeichnen. Anschließend mussten sie die App des sozialen Netzwerks deinstallieren und Facebook stattdessen über den Browser nutzen. Obwohl sie ihr Nutzungsverhalten auf Facebook nicht reduzierten, führte dieser einfache Umweg bei allen Testern zu einem merklich geringeren Akkuverbrauch. Am Abend war der Akkustand ihrer Geräte um bis zu fünfzehn Prozent höher, als vorher mit der App. Zudem sparten sie sich auf diese Weise mehrere hundert MByte Speicherplatz, was insbesondere auf iPhones ein weiterer nicht zu unterschätzender Vorteil ist. Am meisten Batterielebensdauer lässt sich dem Experiment zufolge übrigens sparen, wenn man die Facebook-App auf einem iPhone deinstalliert und die Webseite dafür über den hauseigenen Safari-Browser besucht. Ganz ohne Facebook-Nutzung sank der Akkuverbrauch sogar um 20 Prozentpunkte. Der Wermutstropfen, dass man über das Webinterface bei einigen Funktionen wie etwa dem Teilen von Fotos minimale Umwege in Kauf nehmen muss, kann angesichts dieses erheblichen Sparpotenzials wohl als vernachlässigbar angesehen werden.