7. ITK-Spitzentreffen der CRN: Kluge Unternehmenskultur zahlt sich aus

Beim 7. ITK-Spitzentreffen der CRN stand erstmalig ein nicht-technologisches Thema im Fokus. So erfuhren die Teilnehmer, wie sich eine gute Unternehmenskultur schaffen lässt und welche handfesten Vorteile sie auch finanziell verspricht.

Heribert Schmitz konnte unter anderem als Vice President von Hewlett-Packard Führungserfahrung sammeln
(Foto: CRN)

Heribert Schmitz, ehemaliger Vice President von Hewlett-Packard, redete in Garmisch-Partenkirchen nicht um den heißen Brei herum. Unter dem Titel »Wir brauchen eine Kultur des Wollens« nahm er die Führungsriegen dieser Welt ins Gebet und hinterfragte, wie sich ein Unternehmen nachhaltig, erfolgreich und vor allem harmonisch leiten lässt. Auf Basis seiner 35-jährigen Managementerfahrung prangerte er besonders an, dass viel zu oft Technokraten die Zügel in der Hand hielten, die ausschließlich in Zahlen denken würden. »Warum verhalten sich Manager so offensichtlich kontraproduktiv?«, fragte Schmitz, und lieferte gleich die Antwort: Sie hätten Angst, die Kontrolle zu verlieren und sich angreifbar zu machen.
Dabei würden gerade Vertrauen und gegenseitiger Respekt den Königsweg bilden.

Schmitz appellierte für Offenheit, Ehrlichkeit und Transparenz, den Mut, Fehler zuzugeben und diese Prinzipien stets vorzuleben. Darüber hinaus dürfte für viele Führungskräfte die Auffassung des ehemaligen HP-Vice President aufsehenerregend sein, dass nicht die Mitarbeiter für den Chef arbeiten, sondern dass dieser für seine Angestellten einstehen muss, damit diese »möglichst produktiv und effizient sein können.« Diese Einstellung würde zwar den wenigstens Managern gefallen, aber umso mehr der Belegschaft und natürlich den Kunden, erklärt Schmitz. »Letztendlich sollten Unternehmen lieber Geld verlieren als Vertrauen.« Denn nur so würden jene Angestellten motiviert bleiben, die sich mit dem Unternehmen identifizieren, dieses voranbringen und weiterentwickeln wollen. »Die Kernfrage muss stets sein, was gut für die Umwelt und die Allgemeinheit ist.«