Spontaner Abschied des Ex-Microsoft-Chefs: Achim Berg verlässt Arvato

Der ehemalige Microsoft-Manager Achim Berg hat die Bertelsmann-Tochter Arvato mit sofortiger Wirkung verlassen. Während einige Medien von einem Rausschmiss schreiben, bekunden die Betroffenen eine friedliche Trennung.

Die Bilanzpressekonferenz war einer der letzten Auftritte von Achim Berg für Bertelsmann und Arvato
(Foto: Bertelsmann)

Nach nur gut zwei Jahren als Vorstandsvorsitzender von Arvato und Mitglied des Vorstands von Bertelsmann hat Achim Berg das Unternehmen überraschend mit sofortiger Wirkung verlassen. Berichten des Spiegels und des Manager Magazins zufolge soll der Aufsichtsrat mit Arvatos Performance unter Berg nicht zufrieden gewesen sein und ihm zudem die hohe Fluktuationsrate im Management des Dienstleisters zur Last gelegt haben. Laut der offiziellen Pressemitteilung von Bertelsmann geschah der Abschied jedoch auf eigenen Wunsch Bergs, der sich beruflich neu orientieren wolle. »Der Aufsichtsrat bedauert das Ausscheiden von Achim Berg und wünscht ihm privat und beruflich für die Zukunft alles Gute. Achim Berg hat Arvato in den vergangenen zwei Jahren erfolgreich weiterentwickelt und auf die Konzernstrategie von Bertelsmann ausgerichtet«, so der Vorsitzende des Aufsichtsrats Christoph Mohn. Auch Berg selbst beteuerte, man trenne sich in aller Freundschaft. »Ich bedanke mich beim Aufsichtsrat und meinen Vorstandskollegen für die Unterstützung bei den richtungsweisenden Entscheidungen und Veränderungen in den vergangenen zwei Jahren. Wir trennen uns in aller Freundschaft«, teilte Berg mit. Ob er wieder zurück in die IT-Branche wechseln will, wollte der ehemalige Microsoft-Manager jedoch noch nicht verraten.

Mit dem Führungswechsel geht laut Bertelsmann eine Neustrukturierung einher, um die Bereiche von Arvato als selbständige Einheiten zu stärken und sie gleichzeitig enger an den Mutterkonzern zu binden. Der Arvato-Vorstand wird im Zuge dieses Umbaus aufgelöst und durch eine neue Geschäftsleitung ersetzt. Neuer Arvato-CEO ist Fernando Carro, der zuletzt für das Geschäft von Bertelsmann in Spanien und Lateinamerika verantwortlich war. An seiner Seite agiert Rolf Hellermann als CFO. Hellermann bleibt gleichzeitig Leiter der Bertelsmann-Hauptabteilung Zentrales Controlling und Strategie.