AWS Summit 2015 in Berlin: Amazon Web Services legt in Deutschland zu

Auf dem hiesigen Jahreskongress des Cloud-Protagonisten Amazon Web Services traten zahlreiche Unternehmen als Kunden auf. Während Cloud-Projekte deutlich zunehmen, steigen die Anforderungen an die Partner.

Anforderungen an die Partner steigen

Die Anforderungen an die Partner im Hinblick auf die Zertifizierung von Mitarbeitern und die Erwirtschaftung von Umsätzen hat der Cloud-Riese im letzten Jahr deutlich erhöht. Da die weltweiten Zahlen von AWS künftig in den Quartalsberichten von Amazon ausgewiesen werden, erwartet Thorsten Pelka, Geschäftsführer des Hamburger IT-Dienstleisters Direktgruppe, dass außerdem das Quartalsdenken, wie es bei börsennotierten Unternehmen üblich ist, bald auch bei AWS Einzug halten wird. Seit sein Unternehmen im vergangenen Jahr dem in Hannover ansässigen Versicherungskonzern Talanx mit einer AWS-basierten Lösung für die Solvency-Regularien zu Kosteneinsparungen verholfen hat, habe sich einiges bewegt: »Heute fragen sich die Unternehmen: Wie komme ich in die Cloud?« Vor einem Jahr sei meist noch über das »ob« diskutiert worden. Er sieht dabei einen Trend zu fertigen Anwendungen, wie sie im AWS Marketplace bereitgestellt werden.

Siegfried Lautenbacher, Geschäftsführer der Münchner IT-Beratungsfirma Beck et al., freut sich über die vielen Leads, die er auf seinem Ausstellungsstand auf dem AWS Summit in diesem Jahr, im Unterschied zu 2014, generieren konnte. Seine Firma konzentriert sich in Sachen Cloud auf die Migration von Unternehmensanwendungen.

Bei der Beratungsfirma TecRacer aus Hannover, die Premier Partner von AWS und ganz auf die Cloud ausgerichtet ist, bestehen viele Projekte aus Workshops, in denen IT-Fachleute von Anwenderunternehmen für die AWS-Cloud fit gemacht werden. Ebenfalls häufig sind neue Web-Projekte auf AWS-Basis. Kleinen Hostern und regionalen Rechenzentrumsbetreibern gibt TecRacer-Geschäftsführer Sven Ramuschkat keine langfristigen Überlebensaussichten. Das Preis-Leistungsverhältnis sei bei einem großen Cloud-Anbieter wie AWS wesentlich günstiger, außerdem geschehe dort die technologische Weiterentwicklung. Freilich können sich traditionelle Hoster zu Managed-Service-Providern wandeln und auf die IT-Ressourcen eines Cloud-Anbieters zurückgreifen.

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