Abo-Modell: Microsoft sichert sich »Windows 365« als Marke

Bislang gibt sich Microsoft eher wortkarg, was das künftige Lizenzmodell für Windows angeht. Für ein Abo-Modell spricht, dass sich der Software-Konzern die Marke »Windows 365« gesichert hat.

(Foto: Microsoft)

Das United States Patent and Trademark Office (USPTO) hat Microsoft am 29. Januar die Marke »Windows 365« zugewiesen. Beantragt wurde diese bereits im vergangenen Juli, was zeigt, dass Microsoft schon länger über ein Abo-Modell für Windows nachdenkt. Wann dieses eingeführt wird, ist bislang ebenso wenig bekannt wie seine Ausgestaltung. Schließlich ist kaum anzunehmen, dass der Software-Konzern das Lizenzmodell auf einen Schlag umstellt. Wahrscheinlicher ist die Einführung des Abonnements als zusätzliche Lizenzoption – zunächst wohl nur für Unternehmenskunden, wie Finanzchefin Amy Hood bei der Präsentation der letzten Quartalszahlen andeutete. Firmen könnten Windows dann wie Office als Mietservice nutzen und hätten stets die aktuellste Version. Große PC-Austauschaktionen wie im vergangenen Jahr beim Support-Ende von Windows XP würden so der Vergangenheit angehören.

Dass ein Abo-Modell – in welcher Form auch immer – kommt, darf als sicher gelten. Schließlich sprach Microsoft-Chef Satya Nadella schon bei der Vorstellung von Windows 10 von »Windows as a Service«, ohne allerdings näher auszuführen, was sich dahinter verbirgt. Bis das Windows-Abo kommt, muss ohnehin erst einmal Windows 10 erscheinen, was Microsoft zufolge im zweiten Halbjahr 2015 geschehen soll. Dann können nicht nur Privatnutzer mit Windows 7, 8, 8.1 sowie Windows Phone 8 kostenlos auf Windows 10 upgraden, sondern auch viele Unternehmenskunden, die normale Einzelplatz- oder OEM-Lizenzen einsetzen.

Das Gratis-Upgrade steht nach dem Erscheinen des neuen Windows ein Jahr lang bereit – und für Rechner auf denen dieses installiert ist, soll Windows laut Microsoft so lange kostenlos bleiben, wie die Hardware unterstützt wird. Zumindest für diese Geräte wäre ein Abo demnach gar nicht notwendig, was den Umstieg auf Windows 10 binnen Jahresfrist sowohl für Privatnutzer als auch Firmen attraktiv macht.

Kommentare (1) Alle Kommentare

Antwort von Schulze , 18:29 Uhr

Es wird Zeit, dass man sich wieder mit Software beschäftigt, die nicht von Microsoft im Abo vertrieben wird! Erst sind es 10 € im Monat für Office, dann für Windows, die Buchhaltungssoftware …. usw. usw.

Wir als Verbraucher haben eine Macht - wir sollten Sie nutzen - Finger weg von Abo-Software!