Schnäppchenfalle Volumenlizenzen - nicht alles ist erlaubt: Aufgespaltene Volumenlizenen: USC rät zur Vorsicht!

Trotz einiger Gerichtsurteile gibt es beim Handel mit Gebrauchtsoftware noch immer reichlich Fallstricke. USC rät deshalb gerade bei aufgespaltenen Volumenlizenzen weiter zur Vorsicht.

Ein Produktkey für diverse Kunden

Der Münchner Gebrauchtsoftwarehändler nennt dazu auch kritische Fallbeispiele aus der Praxis: Ein Kunde kauft beispielsweise ein Client Server Volumenpaket mit 1.000 Microsoft Office Lizenzen. Er installiert Office einmal auf einem Terminal Server und 1.000 Clients können nun mit ein und demselben Produkt-Key auf Microsoft Office zugreifen. Später verkauft der Kunde 200 dieser Office-Lizenzen aus diesem Volumenpaket, da er nur noch 800 Zugriffe benötigt. Exakt diese Aufspaltung einer klassischen Client Server Lösung hätte der BGH und EuGH untersagt, betont USC Geschäftsführer Walter Lang. »Wir raten dringend davon ab, Lizenzen aus solchen aufgespaltenen Volumenlizenzen zu verkaufen und zu kaufen!«

Dubiose Händler würden in letzter Zeit oft noch einen Schritt weiter gehen und solche aufgeteilten Office Lizenzen in den exakt gewünschten Stückzahlen mit nur einem Produkt-Key auf der Rechnung verkaufen. Das ganze würde für verschiedene Kunden dann mehrmals immer mit demselben Produkt-Key ablaufen. Sowohl der Erstkäufer/Verkäufer als auch der Neukäufer würden nichts bemerken, weil der Key erst einmal problemlos funktionieren würde.

Microsoft hatte erst jüngst auf den aufblühenden Handel solcher Lizenzen mit einer drastischen Maßnahme reagiert und 50.000 Produkt-Keys gesperrt. (CRN berichtete) Nun haben alle, die mit diesen Lizenzen arbeiten, keinen Zugriff mehr – ganz egal ob Erst- oder Folgekäufer – und das vermeintlich billige Schnäppchen sei jetzt doppelt teuer, warnt der Gebrauchtsoftwarehändler. Die USC Geschäftsführung rät deshalb: »Nur wenn der Kunde einen ganzen Volumenvertrag mit allen Office in seinem Microsoft Portal (VLSC) hinterlegt sieht, ist es wirklich sicher. Fragen Sie doch einfach danach, ein seriöser Händler wird damit kein Problem haben.«

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Kommentare (2) Alle Kommentare

Antwort von Mark , 20:38 Uhr

Nutzungsrechte erwirbt man. Mehr nicht. Die Lizenz ein Produkt im definierzen Rahmen zu nutzen. Dazu wird niemand gezwungen. Programmieren Sie doch eine eigene Lösungen, setzen Sie dise durch hnd dtellen Sie diese OpenSource bei gleichem Funktionsumfang zur Verfügung bei gleichem Updatezyklus. Wahrscheinlich verdienen gerade Sie Ihre Brötchen zu einem nicht unerheblichen Teil durch Nutzung von MS Produkten.

Sie sollten auch einmal die Sonderstellung DE nachlesen: Sticheort Fortsetzungsgrundsatz

Antwort von Peter Lustig , 14:43 Uhr

Richtig. Problem ist der böse Käufer! Denn ohne diesen kann die Herstellerin weiterhin behaupten, das die Software ihr gehört. Was würde nur die Gerichtsbarkeit machen, wenn der Bäcker Ansprüche am bereits verdauten Mehl geltend machen würde?