DMS Expo 2014: Mobile, Social und Cloud im Kommen: ECM-Anbieter müssen investieren

Auf der Messe DMS Expo, die vom 8. bis 10. Oktober in Stuttgart stattfand, zeigten sich die Anbieter optimistisch. Um langfristig florieren zu können, müssen die kleinen hiesigen Software-Hersteller allerdings rasch wachsen und ihre Geschäfte internationalisieren.

Die DMS Expo wurde heuer zum zwanzigsten Mal abgehalten.
(Foto: CRN)

Einer aktuellen Umfrage des Branchenverbands Bitkom zufolge erwarten hierzulande 88 Prozent der mit ECM als Hersteller, Reseller, Berater oder Implementierer befassten Unternehmen im zweiten Halbjahr 2014 steigende Einnahmen. Die Nachfrage ist der Erhebung zufolge vom allgemeinen Konjunkturverlauf weitgehend unabhängig. »Die Stimmung in der ECM-Branche ist sehr gut«, resümiert Jürgen Biffar, Vorsitzender des Kompetenzbereichs ECM im Bitkom.

Vorgestellt wurde diese Umfrage auf der Messe DMS Expo, die vom 8. bis 10. Oktober in Stuttgart zum zwanzigsten Mal stattfand. Nach kleinen Anfängen im Schwabenland erlebte die Veranstaltung in Essen mit rund 20.000 Besuchern ihre Blütezeit. 2010 kehrte diese Schau nach Stuttgart zurück, wo sie seitdem zusammen mit zwei parallel abgehaltenen IT-Messen rund halb so viele Besucher anzieht. Biffar führt diese Entwicklung nicht zuletzt auf die Reife zurück, die das Thema ECM mittlerweile erreicht habe.

Enterprise Content Management (ECM) verbindet ein Dokumentenmanagement-System (DMS) mit Capturing, Output Management, Records Management, Archivierung, Image Processing, Case Management (elektronischen Akten), Workflows, Web Content Management, Social Content Management und weiteren Komponenten etwa für Suche oder Analyse. Diese Technologien haben sich bewährt, die Unternehmen setzen sie für bestimmte Aufgabenstellungen in partiellen Lösungen ein. Dokumentenfunktionen finden sich oft schon in betriebswirtschaftlicher Anwendungssoftware, namentlich in ERP-Systemen. Doch: »Modernes ECM liegt als Informationsplattform über verschiedenen Systemen«, erläutert Martin Böhn, Senior Analyst bei dem Würzburger Beratungshaus BARC.

»In Deutschland haben wir eine hohe Wettbewerbsdichte bei ECM«, weiß Biffar. Rund ein halbes Dutzend starker regionaler Hersteller hat er ausgemacht, in Frankreich etwa seien es nur zwei. Während Konzerne sich oft für ECM-Software großer Anbieter wie IBM, EMC oder OpenText entscheiden, reüssieren im Mittelstand die kleinen hiesigen Hersteller. Der Channel spielt durchweg eine tragende Rolle.