Börsianer über Quartalszahlen enttäuscht: Oracle forciert Software aus der Cloud

Im vierten Quartal stagnierte bei Oracle neben der Hardware auch die On-Premise-Software. Die Zukunft sieht CEO Ellison nun in der Cloud.

»Wir sind wie ein Laser darauf fokussiert, die Nummer eins in der Cloud zu werden.« Larry Ellison, CEO von Oracle (Foto: Oracle)

»Wir sind wie ein Laser darauf fokussiert, die Nummer eins in der Cloud zu werden«, gab CEO Larry Ellison vergangene Woche bei der Bekanntgabe der Geschäftszahlen für das letzte Quartal und das gesamte Geschäftsjahr die weitere Richtung vor. Der Anbieter ist erst mit einiger Verspätung in das Geschäft mit dieser Darreichungsform von IT eingestiegen. Konkret meinte Ellison damit Software as a Service (SaaS) und Platform as a Service (PaaS). Infrastructure as a Service (IaaS) betreibe man nur, um den Kunden einen gewissen Komfort zu ermöglichen, hier gebe es generell nur kleine Margen.

Um rascher voranzukommen und zu wachsen, kauft Oracle traditionellerweise zu. In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass der Anbieter den kleinen Hersteller Livelook übernimmt, dessen Technologie Screen Sharing ermöglicht. Für Vertriebs- oder auch Support-Zwecke kann damit ein Benutzer den Bildschirm eines anderen Benutzers sehen. Im Rahmen der Service Cloud von Oracle gibt es weltweit rund hundert Kunden, die diese Technologie bereits verwenden.

In dieser Woche nun hat Oracle für 5,3 Milliarden Dollar das Unternehmen Micros übernommen, das viel On-Premise-Software, ein wenig Cloud-Software und etwas Hardware für Hotels, Gaststätten und Einzelhändler im Portfolio hat.

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