Firmenkongress Sapphire: SAP will einfacher werden

Stärkere Modularisierung, intuitivere Benutzerschnittstellen, In-Memory-Datenhaltung und Cloud-Anwendungen sollen SAP-Lösungen vereinfachen. Das verkündete CEO Bill McDermott auf einem Firmenkongress.

»Wir werden die Komplexität bezwingen.« Bill McDermott, CEO von SAP (Foto: SAP)

Die Chefs für die In-Memory-Datenbank Hana und für das Cloud Computing sind bei SAP unlängst ausgeschieden, und anscheinend werden diese Rollen nicht wieder besetzt. Alleiniger CEO ist inzwischen Bill McDermott, der aus dem Vertrieb stammt. Der vergangene Woche in Florida abgehaltene Firmenkongress Sapphire vermittelte Kontinuität, aber auch neue Akzente.

Hana und Cloud sind weiterhin die technologischen Ansätze, die das Unternehmen in die Zukunft führen sollen. Partner werden bei beiden künftig besser unterstützt, etwa durch kostenlose Online-Trainings. Mehr Aufmerksamkeit bekommen indes nach Jahren des Technologie-Hypes wieder die betriebswirtschaftlichen Anwendungen – und damit die angestammten Kernkompetenzen des Unternehmens. McDermott widmete sich in seiner Keynote der Komplexität der Software, über die Kunden im Hinblick auf Bedienung und Verwaltung oft klagen, und versprach Abhilfe: »Wir werden die Komplexität bezwingen.«

Zur angestrebten Vereinfachung beitragen sollen die für Ende des Jahrs angekündigte Zerlegung der Anwendungen in handlichere Bausteine und intuitivere Benutzerschnittstellen. Die bislang separat in Rechnung gestellten neuen Oberflächentechnologien Fiori und Personas werden auf Drängen der Kunden nun im Rahmen der üblichen Wartung verfügbar und künftig als Teil der SAP-Software ausgeliefert. Fiori orientiert sich an Bedienungsweisen, die für Konsumenten entstanden sind, Personas erleichtert kundenspezifische Anpassungen. Um die Einführung dieser Technologien zu beschleunigen, wird SAP kostenpflichtige Dienstleistungen anbieten.

Übersicht