Gebrauchte Software für China und Indien: Usedsoft expandiert nach Asien

Mit einer neuen Vertriebsgesellschaft in Hongkong will Usedsoft jetzt auch die asiatischen Märkte mit gebrauchter Software erobern.

Usedsoft setzt seine Expansionsstrategie ungebremst fort. Nach der Gründung mehrerer neuer Tochtergesellschaften in Europa will der Gebrauchtsoftwarehändler jetzt als erster großer Player der Branche auch in Asien Fuß fassen. Wie Geschäftsführer Peter Schneider gegenüber crn.de bereits im März angekündigt hatte (siehe: Used-Office als Verkaufsschlager), wurde dazu jetzt eine eigene Vertriebsgesellschaft in Hongkong gegründet. Von dort ausgehend sollen ab sofort vor allem Indien, China und weitere Märkte in Südostasien mit den gebrauchten Softwareprodukten versorgt werden. Der Anstoß zu diesem Schritt kam laut Schneider vom Verwaltungsrat und Ex-Siemens-Chef Heinrich von Pierer, den der Usedsoft-Gründer im vergangenen Jahr zusammen mit dem weiteren Industriekenner Hans-Olaf Henkel ins Unternehmen geholt hatte.

»Die asiatischen Märkte sind geprägt von einer Dynamik, die nicht nur durch rasantes Wachstum gekennzeichnet ist, sondern auch und vor allem durch die ausgeprägte Bereitschaft, sich neuen Ideen zu öffnen und ausgetretene Pfade zu verlassen«, betonte von Pierer anlässlich der Gründung. Für Usedsoft bestünden dort deshalb enorme Entwicklungs- und Wachstumspotenziale. »Ich bin sicher, dass Gebraucht-Software sich zwischen Mumbai und Beijing schnell zu einem echten Verkaufsschlager entwickeln wird«, so von Pierer weiter.

Die Branche beobachtet gespannt, ob Usedsoft der Schritt gelingt. Experten sind skeptisch, ob sich die dortige Mentalität mit dem Produkt gebrauchte Software in Einklang bringen lässt. Allerdings hat Schneider die Mitbewerber in der Vergangenheit schon mehrfach überrascht. Entgegen einiger Unkenrufe aus der Branche hat es Usedsoft in den letzten zwei Jahren auch geschafft, sein Geschäft erfolgreich auf Frankreich und Skandinavien sowie Osteuropa auszudehnen.