CRN-Interview zu gebrauchter Software: »Schmerzhaft und unerwartet für die Software-Hersteller«

Im Interview mit CRN erklären die beiden U-S-C Geschäftsführer Peter Reiner und Walter Lang, warum der gebrauchte Softwaremarkt aus ihrer Sicht nun sicher ist.

Veränderungen durch Mietmodelle

CRN: Microsoft versucht bei Windows 8 mit Mitteln wie der Hardwarebindung einen Weiterverkauf praktisch zu verhindern. Wird es nach Ihrem Dafürhalten also in ein paar Jahren die nächste Klagewelle geben?

Lang: Das Urteil erlaubt den Herstellern ausdrücklich, eventuelle technische Hindernisse einzubauen. Microsoft hat das Betriebssystem Windows 8 so mit dem BIOS verbunden, dass eine Trennung der Software nicht mehr möglich ist. Und auch das neue Office 2013 muss nun mit der persönlichen Microsoft Life-ID registriert werden, was einen späteren Verkauf fast unmöglich macht.

CRN: Beeinflusst das Cloud Computing ihr Geschäftsmodell?

Reiner: Noch ist das „Cloud Computing“ für Microsoft in Deutschland nicht sehr ausgeprägt. Sollte sich die Lösung der „Mietsoftware“ von Microsoft mit Office 365 durchsetzen, bedeutet dies aber das Ende der Gebrauchtsoftware. Denn Mietsoftware durfte noch nie weiterverkauft werden. Wir sind aber darauf vorbereitet. In unseren Audits bieten wir schon heute auch Office 365 Lösungen an. Man muss sich den zukünftigen Gegebenheiten immer anpassen.