Lars, but not Least: Bill Gates verzweifelt an Windows 8.1

Seinen ersten Tag zurück bei Microsoft hat Bill Gates komplett mit dem erfolglosen Versuch verbracht, Windows 8.1 zu installieren. Nachdem selbst Satya Nadella ihm nicht helfen konnte, nutzt Gates jetzt Windows 7.

An seinem ersten Arbeitstag zurück bei Microsoft hatte Bill Gates wenig zu lachen. (Bild: Microsoft)

Mr. Microsoft ist zurück in Redmond, doch hatte sich Bill Gates seinen ersten Arbeitstag wohl etwas anders vorgestellt, als ihn sich der New Yorker humoristisch ausmalt: Demzufolge hat der Microsoft-Gründer und Multimilliardär rund acht Stunden lang vergeblich versucht, auf seinem Rechner Windows 8.1 zu installieren. Bereits am Vormittag hatte sich Gates Rechner beim Upgrade an einem Problem aufgehängt und immer wieder die gleiche Fehlermeldung ausgespuckt. Auch Neustarts konnten das das Problem nicht beheben, immer wieder war an der gleichen Stelle der Installation Schluss für den Windows-Erfinder.

Nach der Mittagspause holte sich der, dem Beitrag zufolge schon leicht angesäuerte, Gates deshalb Hilfe von höchster Stelle. Der neue Microsoft CEO Satya Nadella persönlich wollte seinem Vorgänger dabei helfen, die peinliche Lage zu beenden und das Betriebssystem auf den neuesten Stand zu bringen. Doch auch Nadella musste nach weiteren Stunden schlichtweg passen. Wie Mitarbeiter berichten, hatten sich die beiden Spitzenkräfte beinahe den kompletten Nachmittag in Gates Büro eingeschlossen. »Bill ist normalerweise ein eher ruhiger Typ. Insofern war es etwas komisch, welche Ausdrücke er in dieser Situation plötzlich in den Mund nahm«, erzählt ein erfundener Angestellter. »Bills erster Tag war eine einzige Lernerfahrung«, könnte ein ein Microsoft-Sprecher die peinliche Episode leicht spöttisch kommentieren. Nachdem das Desaster bis zum Abend nicht gelöst werden konnte, habe Gates schließlich beschlossen, jetzt doch lieber mit dem vertrauten Windows 7 zu arbeiten.

Dass zwei der wichtigsten Männer der IT-Branche einen kompletten Arbeitstag mit so einer Nichtigkeit wie der Installation von Windows 8.1 – einer Software aus ihrem eigenen Hause - verbringen könnten, ist neben allem Spaß ein eindrückliches Beispiel für eines der aktuellen Probleme bei Microsoft. Man kann sich nur ausmalen, wieviele hunderttausend Dollar hier an Arbeitszeit verbrannt würden - ganz abgesehen von den Nerven der beiden Computer-Asse. Dabei ist die wohl erfundene Geschichte exemplarisch: Viele professionelle Nutzer wie Gates, die bereits seit Jahren an die Bedienung von Windows mit all ihren Besonderheiten und Tücken gewohnt sind, verzweifeln regelmäßig am neuen - für Katzenfreunde optimierten - Weg, der mit Windows 8 eingeschlagen wurde. Wer mag es ihnen da verübeln, wenn sie lieber auf das altbewährte Windows 7 zurückgreifen? Zumindest dürfte Gates diese Geschichte in seiner neuen Rolle als technologischer Berater direkt einige interessante Anregungen für seine Aufgabe gegeben haben. Vielleicht heißt die nächste Version von Windows ja doch überraschend 7.2…?