Lars, but not Least: Super Bowl: Nackter Trost für die Verlierer

Die aktuellsten Statistiken von Pornhub gewähren sehr interessante Einsichten in das Nutzerverhalten der vermeintlich prüden Amerikaner während des Super Bowl.

Erotik und Football gehören offenbar enger zusammen, als bisher angenommen. (Bild: Joshua Resnick, fotolia.de)

Die großen Verlierer des Super Bowl am vergangenen Wochenende waren nicht die unterlegenen Denver Broncos, sondern Porno-Portale im Internet - zumindest zeitweise. Diesen Schluss legen die aktuellen Statistiken des Erotikseitenanbieters Pornhub nahe. Diesen zufolge schauten während des sportlichen Großereignisses in den USA rund 30 Prozent weniger Amerikaner Schmuddelfilmchen als an einem normalen Sonntag. Weltweit betrachtet hatte das wichtigste Football-Spiel der Welt hingegen kaum Einfluss auf das virtuelle Rotlichtviertel. Nur ein Prozent weniger Besucher wurden verzeichnet.

Besonders drastisch war der Einbruch in den beiden Städten der Final-Teams. Allerdings zeigt sich hier bereits ein deutlicher Unterschied, der interessanter Weise auch sehr genau den Spielverlauf widerspiegelt. Denn während in der Gewinner-Stadt Seattle 63 Prozent weniger Bürger ihren erotischen Gelüsten frönten, waren es in Denver nach den ersten Spielminuten schnell nur noch 47 Prozent weniger. Offenbar war der Fans aus Denver schnell klar, dass dieser Abend für ihr Team nicht mit der begehrten Trophäe enden würde, so dass sie sich anderen Beschäftigungen zuwandten.

Interessant ist auch, dass die viel gerühmte Halbzeitschau, in der die teuersten TV-Werbeslots der Welt liegen, nicht jeden Football-Fan mitreißen konnte. Rund ein Drittel der verlorenen Schäflein des Portals nutzten die 20 minütige Unterbrechung, um sich kurz einige Sexfilme anzusehen. »Sorry Bruno Mars!« kommentiert Pornhub dieses Zwischenhoch spöttisch. Sehr aufschlussreich ist auch die Statistik der Erotikseite für nach dem Spiel: Während der Traffic aus dem feiernden Seattle weiter einbrach, gingen in Denver 11 Prozent mehr als sonst auf die Internetseite. »Die Fans des Verlierer-Teams strömten zu Pornhub um bei Lisa Ann, Christy Mack, Madison Ivy und dem Rest unseres Dream-Teams Trost zu finden«, kommentiert Pornhub. Ein Verhalten, dass auch bei früheren Sportereignissen in ähnlicher Weise verzeichnet wurde. Großer Sport.

Den Fans aus Denver war offenbar schnell klar, dass sie den Super Bowl verlieren. (Bild: Pornhub.com)