Jährlich mehr als 50 Prozent Wachstum: Social Business im Aufwind

Soziale Technologien breiten sich in den Unternehmen aus, allerdings oft unkoordiniert. Das Haupteinsatzgebiet ist die IT-gestützte Zusammenarbeit.

Der Begriff »Social Business« schillert. Eine zentrale Rolle spielt Software, die Unternehmen eine neuartige IT-Unterstützung für Austausch und Zusammenarbeit bietet. Neben diesem Bereich der Communication und Collaboration nennt das Münchner Marktforschungs- und Beratungshaus Experton Group weitere Anwendungsszenarien: darunter Talent Management, CRM und Commerce. Gemeinsam ist, dass Techniken sozialer Netzwerke wie Facebook verwendet werden. Dazu gehören File Sharing, Blogs, Wikis und Activity Streams. Grundlegend ist das Management von Informationen und von Identitäten der Personen sowie der Beziehungen zwischen ihnen.

Das Interesse der Unternehmen am Social Business ist groß: Laut einer Umfrage der Experton Group bei mehr als 300 Firmen arbeiten in Deutschland derzeit rund 40 Prozent der Unternehmen, die mindestens 100 Mitarbeiter beschäftigen, mit sozialen Technologien für Communication und Collaboration. Ende 2014 werden es voraussichtlich 60 Prozent sein. Die Budgets der Unternehmen hierfür werden in Deutschland dann über 40 Millionen Euro liegen und der Anteil ihrer Social-Ausgaben die Zehn-Prozent-Marke der Gesamtsumme für Communication und Collaboration übersteigen. Besonders viel Nachfrage gibt es bei Unternehmen mit mehr als 1.000 Beschäftigten.

Die Auguren schätzen, dass die Ausgaben für Social Business in Deutschland von 2013 bis 2016 durchschnittlich um mehr als 50 Prozent pro Jahr zunehmen. Analog zum Wachstum des Marktes expandiert auch die Zahl der Angebote. Die Experton Group schätzt, dass hierzulande rund 100 Anbieter mit Social-Business-Offerten aktiv sind. Dies erschwert den Entscheidern in den potenziellen Anwenderunternehmen den Überblick.

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