SAP Database and Technology Summit 2013: SAP forciert In-Memory-Datenbank Hana

Mit Hilfe von Partnern will der Softwarehersteller SAP seine In-Memory-Datenbank Hana in die Fläche bringen. Unternehmen jeder Größe sollen sie für betriebswirtschaftliche Anwendungen jeder Art einsetzen.

Eingang zum Konferenzgebäude in Barcelona (Foto: CRN)

Zum ersten Mal hat SAP eine große Konferenz ausschließlich für Partner ausgerichtet: den SAP Database and Technology Summit. Rund 1.200 Teilnehmer zeigten am 29. und 30. Oktober in Barcelona ihr lebhaftes Interesse. Von SAPs Seite demonstrierte eine Riege von Managern, überwiegend mit EMEA-Verantwortung, einige mit weltweiter Zuständigkeit, das Engagement des Herstellers. Im Fokus stand die In-Memory-Technologie Hana, auch das durch die Sybase-Übernahme erworbene Datenbankportfolio wurde einbezogen.

Chano Fernandez, Senior Vice President and Head of EMEA Innovation Sales bei SAP, betonte in seinem Eröffnungsvortrag, dass kein Produkt zurückgelassen werde. Um Hana zum Erfolg und SAP zu vollen Kassen zu verhelfen, sollen alle Wege zu den Kunden genutzt werden. »Wir brauchen die Partner, um den Markt abzudecken«, stellte in seinem nachfolgenden Plenumsvortrag Steven Birdsall klar, Chief Operating Officer and Senior Vice President Ecosystem and Channels sowie General Manager Global OEM Sales bei SAP. Innovation erklärte er zur neuen Währung.

Der Anteil des Channels am Gesamtumsatz von SAP liegt gegenwärtig bei 36 Prozent, er soll weiter wachsen: auf 40 Prozent und darüber hinaus. Die Rollen der Partner reichen von Resellern und VARs über ISVs und OEMs bis zu SIs und Consultants. Hinzu kommen Technologiepartner: beispielsweise der in Barcelona ebenfalls präsente Hardware-Hersteller HP.

Kevin Gilroy, Senior Vice President Global Indirect Channels bei SAP, ergänzte im Gespräch mit CRN, dass die global agierenden großen Systemintegratoren wie Accenture, IBM und HP in Summe weniger als zwanzig Prozent der Channel-Umsätze erzielen. Den großen Rest bringen kleinere, meist national agierende Partner ein. Wichtig sei es, mit ihnen an einer Pipeline zu arbeiten, um den Cashflow zu gewährleisten. Ein Maßstab, der neben Umsatz, Gewinn und Marge oft vernachlässigt wird. Er räumte ein, dass die Partner für SAP-Lösungen erheblich in Know-how-Aufbau investieren müssen. Über den Anteil an den Lizenzeinnahmen hinaus sei jedoch der durch Dienstleistungen mögliche Mehrwert bei Hana beträchtlich.

Hana ist der große Hoffnungsträger bei SAP und soll auf Jahre für zweistelliges Wachstum sorgen. Zirka 1.000 ISVs entwickeln bereits Applikationen für rund 25 Branchen. Hana wird in unterschiedlichen Weisen verkauft: als selbständige Software, zusammen mit betriebswirtschaftlichen Applikationen, als Cloud-Service oder mit einem passenden Server als Appliance. Betriebswirtschaftliche Anwendungen jedweder Art sollen darauf laufen. Und: »Nicht nur Großunternehmen sollen sie künftig einsetzen, sondern auch Mittelständler«, betont Gilroy.

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