Umsatz verschenkt: Viele Online-Shops ohne Mobile-Konzept

Viele Online-Shops in Deutschland verschenken potentielle Umsätze durch mangelhafte Mobile-Auftritte. Sieger einer neuen Studie zur Mobilefähigkeit von Online-Shops ist Amazon.

Viele deutschen Online-Shops verschenken Umsätze durch schlechte mobile Auftritte (Bild: Bloomua - Fotolia.com)

Mehr als 15 Millionen Deutsche kaufen mittlerweile über ihr Smartphone ein. Allerdings sind viele deutsche Online-Shops in Sachen Mobile-Auftritt schlecht aufgestellt, wie eine Studie der United Digital Group (UDG) ermittelte. Darin wurden die 46 umsatzstärksten Online-Shops in Deutschland auf ihre mobile Präsenz in zehn Kategorien hin untersucht. Die grundlegende Erkenntnis: nur die wenigsten Shops schöpfen die Möglichkeiten aus, die für ihren mobilen Auftritt bestehen. Gesamtsieger der Studie ist »amazon.de« mit 20,7 von 24 möglichen Punkten, gefolgt von »otto.de« mit 18,7 und »mytoys.de« mit 18,6 Punkten. Die Schlusslichter sind »dell.de« mit insgesamt 12,3, »cyperport.de« mit 12,7 und »thomann.de« mit 12,9 Punkten.

Besonders auffällig war laut Studie die fehlende Nutzung der Möglichkeiten im Bereich Responsive Design. Hierbei passen sich die Inhalte dynamisch an die Displaygrößen verschiedener Endgeräte an, Bilder werden schneller geladen und nur relevante Inhalte angezeigt. In dieser Kategorie erreichten die untersuchten Online-Shops lediglich einen Durchschnittswert von 1,7 der sechs möglichen Punkte. So verfügten beispielsweise nur die wenigsten Shops über eine den jeweiligen Display-Größen angepasste Ansicht, stattdessen wurde auf verschiedenen mobilen Endgeräten dieselbe Ansicht dargestellt. Einzig Amazon, Limango und H und M nutzten Responsive Design in geringem Umfang. »Vor allem in diesem Bereich ist die mobile E-Commerce-Landschaft in Deutschland noch ausbaufähig«, erklärt Matthias Thürling, E-Commerce-Spezialist bei der UDG. Die Reichweite werde durch Responsive Design enorm erhöht. »Ein mangelhafter mobiler Auftritt wirkt sich stark auf den Abschluss des Kaufprozesses aus. Nicht vertrauenswürdige Seiten führen häufig zu Kaufabbrüchen seitens der Nutzer«, schließt der E-Commerce-Experte.

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