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Android zieht der Konkurrenz davon

12. August 2011, 11:34 Uhr   |  Lars Bube

Android zieht der Konkurrenz davon

Im zweiten Quartal 2011 wurden weltweit so viele Smartphones wie noch nie verkauft. Der große Sieger unter den mobilen Betriebssystemen war dabei Googles Android, das seinen Marktanteil auf 43,4 Prozent ausbauen konnte und damit Apple und Co. unaufhaltsam davonzieht.

Der Siegeszug des kleinen grünen Roboters Android aus Googles Ideenschmiede geht ungebremst weiter: Nach den Zahlen der Marktforscher von Gartner war das zweite Quartal 2011 ein neues Rekordquartal, mit 107,74 Millionen wurden weltweit so viele Smartphones verkauft, wie nie zuvor (62,06 Millionen im Q2 2010). 46,78 Millionen davon hatten als Betriebssystem Android installiert, wodurch sich der Marktanteil im Q2 auf 43,4 Prozent erhöhte. Noch ein Jahr zuvor, im Q2 2010, war Android lediglich auf 17,2 Prozent der verkauften Smartphones installiert. Damit ist fast jedes zweite verkaufte Smartphone-Modell inzwischen ein Androide.

Auf dem zweiten Platz konnte sich im Q2 noch immer Nokias Symbian mit 23,85 Millionen Installationen halten, obwohl der schwer angeschlagene Riese im wachsenden Markt mit Absatzproblemen kämpft und gemessen an den abgesetzten Gerätezahlen erstmals von Apple von der Spitze verdrängt wurde (Smartphones: Apple stürzt Nokia vom Thron). Wenn auch lange nicht so stark wie Android, so konnte doch auch Apple im zweiten Quartal 2011 laut Gartner kräftig zulegen und mit 19,6 Millionen verkauften iPhones einen neuen Rekord für sich verbuchen.

Weit abgeschlagen bleibt weiterhin Microsoft mit Windows Phone 7, das lediglich auf 1,6 Prozent der verkauften Smartphones im Q2 installiert war. Damit sank Microsofts Marktanteil im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, in dem er noch 4,9 Prozent gelegen hatte, sogar ab. Selbst Samsungs Bada-Betriebssystem verkaufte sich etwas öfter (1,9 Prozent). Ob die beiden großen Verlierer der aktuellen Entwicklung, Microsoft und Nokia, wirklich gemeinsam den Untergang der Finnischen Smartphoneschmiede umkehren können und den Markt von hinten neu aufrollen, bleibt damit weiterhin mehr als fraglich.

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