Schwerpunkte

Bündnis mit Microsoft

Allianz wird Softwareanbieter

14. November 2019, 11:06 Uhr   |  dpa

Allianz wird Softwareanbieter
© Tanusha - fotolia

Die Allianz wagt sich auf fachfremdes Gebiet. Die Entwicklungen in der Branche lassen Europas größtem Versicherer keine Wahl.

Die Allianz will sich in einem Bündnis mit Microsoft zum führenden Software-Anbieter für das Geschäft mit dem Risiko entwickeln. Europas größter Versicherer wird wesentliche Teile seines hauseigenen Software-Systems ABS anderen Unternehmen der Versicherungsbranche auf Microsofts Cloud-Servern anbieten. Darüber hinaus will die Allianz den Quellcode ihres Systems als Open-Source-Software offen legen, sodass externe Entwickler neue Funktionen entwickeln und einbauen können. Das teilten die Unternehmen am Donnerstag mit.

Microsoft gehört mit seiner Plattform Azure zusammen mit Amazon und Google zu den global führenden Cloud-Anbietern. »Das ist eine Einladung an die gesamte Versicherungsgemeinde«, sagte Allianz-Vorstand Christoph Mascher, der bei dem Münchner Konzern als Chief Operating Officer hauptverantwortlich für das Tagesgeschäft ist. »Wir haben seit vielen Jahren eine hervorragende Partnerschaft mit der Allianz«, sagte Jean-Philippe Courtois, Vizepräsident und Chef des weltweiten Vertriebs und Marketings bei Microsoft.

Die Allianz hofft, selbst besser zu werden, wenn sie ihre Software an andere Unternehmen vertreibt. »Wir sind fest überzeugt, dass wir unsere Qualität steigern, wenn wir die Software teilen und für andere Unternehmen managen, die diese Dienstleistung nutzen«, sagte Mascher. Kostenlos ist das Dienstleistungsangebot aber nicht: »Natürlich wollen wir auch einen wirtschaftlichen Nutzen daraus ziehen.«

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1. Allianz wird Softwareanbieter
2. Offene Branchen-Plattformen im Trend
3. Microsoft auf neuen Wegen

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