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Komplexe Enterprise-Clouds

Alert-Flut überfordert IT-Abteilungen

23. Januar 2020, 16:20 Uhr   |  Daniel Dubsky

Alert-Flut überfordert IT-Abteilungen
© Denys Rudy - AdobeStock

Fast 3.000 Warnmeldungen erhalten IT-Abteilungen durchschnittlich pro Tag von ihren Monitoring- und Management-Tools. Die wirklich wichtigen herauszufischen, ist ein immenser Aufwand.

Hybride IT-Umgebungen, die neben klassischen lokalen Systemen noch verschiedene Public und Private Clouds integrieren, sind für viele IT-Abteilungen nur noch schwer zu verwalten – nicht nur, weil sie äußerst komplex sind, sondern auch weil die eingesetzten Monitoring- und Management-Tools die Mitarbeiter mit Meldungen bombardieren. Eigentlich sollen die Status-Hinweise, Warnungen und Alarme dabei helfen, Prioritäten richtig zu setzen und einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten, doch ihre schiere Anzahl überfordert die Verantwortlichen. Fast 3.000 Alerts fallen einer Umfrage von Dynatrace unter 800 CIOs in Unternehmen durchschnittlich pro Tag an.

Dass es hierzulande täglich »nur« 2.624 Alerts sind, dürfte für die deutschen IT-Operations- und Cloud-Operations-Teams kaum ein Grund zu Freude sein. 68 Prozent der hiesigen CIOs sagten in der Umfrage, ihre Firma hätte mit der hohen Zahl an Meldungen zu kämpfen, 9 Prozent ihrer Zeit würden die Mitarbeiter darauf verwenden herauszufinden, welche Meldungen relevant sind und welche nicht. Die dadurch verursachten Kosten veranschlagt Dynatrace mit durchschnittlich 860.000 Euro pro Jahr und Unternehmen.

Viele Meldungen sind mehrfach vorhanden, Aktualisierungen vorheriger Meldungen oder aus anderen Gründen schlicht nicht wichtig. Etwa drei Viertel könnten nach Einschätzung der CIOs direkt aussortiert werden, was allzu oft nicht automatisch geschehen kann, weil Tools isoliert arbeiten. So laufen nicht alle Meldungen an einer Stelle zusammen oder können nicht mit anderen Meldungen in Zusammenhang gebracht werden. Das Ergebnis, neben den hohen Kosten: 64 Prozent der deutschen IT-Teams kämpfen mit Problemen, die eigentlich hätten verhindert werden können, etwa wenn sie relevante Meldungen schneller oder überhaupt entdeckt hätten. Denn nur 22 Prozent der Alerts erfordern Dynatrace zufolge eine Aktion.

Auswege aus dieser verfahrenen Situation können moderne Monitoring-Lösungen bieten, die Daten aus den unterschiedlichsten Quellen vereinen und Nutzer bei deren Filterung und Priorisierung unterstützen – immer häufiger mit KI-Mechanismen.

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