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Abakus: Die zehn größten Mythen bei der Suchmaschinenoptimierung

16. April 2009, 15:51 Uhr   |  Bernd Reder | Kommentar(e)

Abakus: Die zehn größten Mythen bei der Suchmaschinenoptimierung

Alan Webb, Gründer und Ge-schäftsführer von Abakus Internet Marketing, entmysti-fiziert Suchmaschinenoptimie-rung.

Viele Unternehmen nutzen das Internet, um sich zu präsentieren oder online Waren und Dienstleistungen anzubieten. Um über Google oder Yahoo schnell gefunden zu werden, setzen viele Anwender auf Suchmaschinenoptimierung, kurz SEO. Abakus Internet Marketing, ein Spezialist für SEO, räumt mit den zehn größten Mythen im Zusammenhang mit Search-Engine-Optimization auf.

Nicht das Maß aller Dinge: der Google-Pagerank.
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Nicht das Maß aller Dinge: der Google-Pagerank.

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Google ist für viele Firmen, die online aktiv sind, das Maß aller Dinge. Besser gesagt die Position, die sie und ihre Angebote bei einer Suchanfrage erzielen: Weit oben in der Trefferliste ist gut, unten ist schlecht. Um bei Google nach oben zu kommen, setzen viele Online-Anbieter deshalb auf SEO.

Doch allzu oft werden Interessenten von cleveren Geschäftsmachern übers Ohr gehauen, wie der Hannoveraner SEO-Spezialist Abakus Internet Marketing bestätigt. Die Anwender machen es ihnen leicht, denn nur allzu viele von ihnen haben falsche Vorstellungen davon, wie Suchmaschinenoptimierung funktioniert, so Alan Webb, Geschäftsführer von Abakus Internet Marketing.

Mythos 1: Die eigene Web-Seite bei möglichst vielen Suchmaschinen anmelden

Falsch. Es gibt derzeit nur eine relevante Suchmaschine: Über Google laufen 92 Prozent der Suchabfragen, MSN und Yahoo folgen mit nur je rund 3 Prozent. Für die Listung bei Google benötigt man allerdings keine Anmeldung. Die Suchmaschine findet neue Web-Seiten, indem sie Links von anderen Seiten folgt. Links von anderen Domains zur eigenen Website sind also der beste Weg, um schnell in den Google-Index aufgenommen zu werden.

Mythos 2: Ein hoher Pagerank bei Google ist wichtig

Auch das ist laut Webb falsch. Eingehende Links werden von den Suchmaschinen als Empfehlung gewertet und beeinflussen das Ranking der eigenen Website positiv. Aus der Stärke der eingehenden Links einer Seite berechnet Google zwar den Pagerank, eine Web-Seite mit Page-Rank 3 kann aber durchaus in den Suchergebnissen vor einer Seite mit Pagerank 5 platziert sein.

Ein hoher Pagerank ist also eher ein mittelbares Ergebnis eines guten Rankings als die Voraussetzung dafür. Der Pagerank ist eigentlich eine Google-interne Bewertung und hat Einfluss darauf, wie häufig und wie intensiv Google die Website auf neue Inhalte hin untersucht.

Mythos 3: Die »richtigen« Metatags verbessern das Ranking

Früher richtig, bei Google jetzt nicht mehr. In der Internet-Steinzeit halfen sinnvoll gewählte Metatags den Suchmaschinen, den Inhalt einer Web-Seite thematisch einzuordnen. Da dieser Mechanismus aber schnell missbraucht wurde, wertet Google heute den Metatag »Keywords« nicht mehr aus.

Der Metatag »Description« sollte in ein bis zwei Sätzen und maximal 200 Zeichen den Inhalt der individuellen Seite zusammenfassen. Da er fast immer als Ausschnitt in den Suchergebnissen angezeigt wird, kann eine gut gewählte Description zwar nicht das Ranking, aber durchaus die Klickrate verbessern.

Mythos 4: Sprechende URLs verbessern das Google-Ranking

Erst in den vergangenen zwei Jahren haben Suchmaschinen gelernt, Adressen nach dem Muster »www.example.com/index.php?param1=value1&param2=value2« korrekt zu verarbeiten. Daher galt lange Zeit die Empfehlung, solche dynamisch generierten Inhalte durch serverseitige Mechanismen wie das Apache-Modul »mod_rewrite« in eine pseudostatische URL wie »www.example.com/value1-value2.html« zu ändern.

Was die Indizierung angeht, sind beide Varianten inzwischen gleichwertig, obwohl Abakus vermutet, dass Google Links von Seiten mit mehr als zwei Parametern nicht gern folgt. Deshalb sollte man möglichst nicht zu viele davon nutzen.

Die sprechende Variante hat bei der Verlinkung allerdings Vorteile, wenn die komplette URL als Linktext verwendet wird und wichtige Keywords darin vorkommen. Außerdem kann sie die Klickrate positiv beeinflussen: Wenn das Keyword in der Adresse erscheint, wird es in den Suchergebnissen hervorgehoben.

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2. Mythos 5: Bezahlte Werbung beeinflusst die organischen Suchergebnisse

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