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Tippfehler sorgte für Störungen bei AWS

03. März 2017, 08:36 Uhr   |  Peter Tischer

Tippfehler sorgte für Störungen bei AWS

Nun ist klar, was die folgenschweren Störungen bei Amazons Cloud Service in dieser Woche verursacht hat. Laut dem Unternehmen war es ein simpler Tippfehler.

Vor zwei Tagen hatte eine über Stunden andauernde Störung bei Amazons Cloudspeicher-Angebot AWS S3 zu Ausfällen vieler bekannter Websites und Internetdienste geführt (CRN berichtete). Internetseiten und Dienste wie Adobes Creative Cloud, Citrix, Expedia, Apples iCloud, Jstor, Razer und zahlreiche Onlineshops waren weitgehend oder komplett offline. Hinzu kamen erhebliche Probleme bei Googles Nest-Thermostaten und anderen smarten IoT-Geräten wie Glühbirnen mit IFTTT-Verbindung sowie Amazons eigenen Diensten für Alexa, Fire-TV und den Streaming-Angeboten des Unternehmens. Auch das Service Health Dashboard von Amazon selbst war von der Störung betroffen.

Nun ist klar: Kein Hacker- oder Terrorangriff hatte die Probleme in einem großen Amazon-Rechenzentrum an der amerikanischen Ostküste verursacht, vielmehr war es der simple Tippfehler eines Technikers. Wie das Unternehmen selbst in einer ausführlichen Stellungsnahme auf dem eigenen Firmenblog bekanntgab, sollte lediglich das interne Abrechnungssystem überarbeitet und verbessert werden. Dafür wurden einige Server vom Netz genommen. Die zuständigen Techniker wählten laut Amazon allerdings die falschen Parameter, so dass sich mehr Server als eigentlich geplant abschalteten und weitere Dienste nicht mehr auf dort zur Verfügung gestellte Ressourcen zugreifen konnten. Eine weitreichende Kettenreaktion war die Folge.

Laut Amazon wurden aus dem Vorfall bereits Konsequenzen gezogen. Das betroffene Tool wurde so eingeschränkt, dass nur soviel Speicherkapazität abgeschaltet werden kann, bis ein bestimmte Grenze beim Funktionsniveau erreicht wird. Zudem verspricht das Unternehmen Nachbesserungen bei der eigenen Störungs-Website Service Health Dashboard. Diese hatte auch unter den durch den Tippfehler verursachten Problemen gelitten und zeitweise keine Auskunft über den aktuellen Status der AWS-Dienste geben können. In Zukunft soll sie auch in solchen Fällen korrekte Störungswerte anzeigen.

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