Schwerpunkte

»DigitalPakt Schule«

PC-Hersteller wollen an die Bildungsmilliarden

09. Dezember 2019, 15:30 Uhr   |  Michaela Wurm | Kommentar(e)

PC-Hersteller wollen an die Bildungsmilliarden
© Stuart Monk | Fotolia

Die Bundesregierung hat für den »DigitalPakt Schule« ein milliardenschweres Sonderpaket geschnürt. Davon wollen sich die PC-Hersteller zusammen mit ihren Partnern ein großes Stück sichern.

In diesem Jahr kann der PC-Markt noch von einer Sonderkonjunktur profitieren. Das bevorstehende Supportende für Microsofts Betriebssystem Windows 7 im Januar 2020 sorgt vor allem im Geschäftskundenmarkt für Nachfrage. Dieser Push-Effekt wird nach den Einschätzungen von Branchenkennern noch bis in das erste Quartal 2020 anhalten. Aber was kommt danach? Ein ähnlicher Absturz wie nach dem Auslaufen des Windows-XP-Effekts ist wohl nicht zu erwarten. Denn es gibt noch andere Wachstumsfaktoren, in die die PC-Hersteller große Erwartungen setzen.

Ein Hoffnungsträger ist der »DigitalPakt Schule«. Für den digitalen Wandel im Bildungssystem stellt der Bund den Ländern fünf Milliarden Euro aus dem Sondervermögen »Digitale Infrastruktur« zur Verfügung. Alle Investitionen unterstützen die Länder mit einem Eigenanteil in Höhe von mindestens zehn Prozent.

Bei der Initiative geht es um die Ausstattung der Schulen mit Internet-Zugängen, Netzwerktechnik und WLAN sowie Präsentationstechnik und Endgeräten. Aber es geht auch um weit mehr als Hardware und Infrastruktur: Leistungsfähige Bildungsumgebungen sind ebenso gefragt wie die Fortbildung und Qualifizierung der Lehrkräfte.

Was in Summe nach sehr viel Geld klingt, relativiert sich, betrachtet man die absoluten Zahlen: Das Budget teilen sich rund 40.000 deutsche Schulen, an denen 750.000 Lehrer etwa elf Millionen Schüler unterrichten. Die Schulen betreiben 7.000 große und kleine Schulträger.

Das Geld wird nach dem Königsteiner Schlüssel an die Bundesländer verteilt: Nordrhein-Westfalen erhält mit 21 Prozent oder 1,05 Milliarden Euro den höchsten Anteil, Bremen mit 0,96 Prozent den geringsten. Aber auch das sind immerhin noch 48,1 Millionen Euro plus mindestens 4,81 Millionen Euro Eigenanteil. Weil die Bildung in Deutschland föderal organisiert ist, unterscheiden sich die genauen Förderrichtlinien von Bundesland zu Bundesland.

Seite 1 von 2

1. PC-Hersteller wollen an die Bildungsmilliarden
2. Ländervorgaben als Schlüssel zum Geschäft

Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenAuf Linkedin teilenVia Mail teilen

Das könnte Sie auch interessieren

Digital Transformation Company und IT-Hersteller
Mehr Durchblick im Business
Magische Mäuse im Apple-Design
US-Strafzölle wegen Frankreichs Digitalsteuer
Unternehmen beklagen Digitalisierungsbremsen
Auch Dells IT-Portfolio gibts ab jetzt als Service

Verwandte Artikel

CRN, Acer

CRN Hersteller des Jahres

Politik