Schwerpunkte

Brummendes Weihnachtsgeschäft

Nikolaus bringt Geschenke für Hunderte Millionen Euro

03. Dezember 2019, 13:03 Uhr   |  dpa


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Weihnachtszeit bleibt Umsatzzeit für den Handel

Auch wenn Nikolaus als Geschenktag an Bedeutung verliert, ist die Weihnachtszeit insgesamt für den Einzelhandel noch immer der Höhepunkt des Jahres. Die Monate November und Dezember seien die umsatzstärksten Monate der Branche. Auf das Weihnachtsgeschäft entfalle fast ein Fünftel des gesamten Jahresumsatzes, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag mit.

Für einige Branchen sei die Bedeutung sogar noch höher. So erzielten der Spielwarenhandel, der Buchhandel und Anbieter von Unterhaltungselektronik rund ein Viertel der Gesamtumsätze in den letzten beiden Monaten des Jahres. Auch bei Uhren und Schmuck sei der Anteil des Weihnachtsgeschäfts überproportional hoch.

Der HDE rechnet in diesem Jahr mit einem Umsatz von mehr als 100 Milliarden Euro im Weihnachtsgeschäft. Das wäre noch einmal eine Steigerung um drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Wachstumstreiber dürfte einmal mehr der Internethandel sein. Die Online-Umsätze im Weihnachtsgeschäft werden nach der Prognose des HDE um fast 11 Prozent auf knapp 15 Milliarden Euro zulegen.

Allerdings dürften auch in diesem Jahr nicht alle Einzelhändler gleichermaßen von der weihnachtlichen Kauflust der Bundesbürger profitieren. Das zeigte sich schon in der Woche vor dem ersten Advent. Zwar war der Handel insgesamt mit der Verkaufswoche durchaus zufrieden. Doch gab es große Unterschiede. Von guten Verkaufszahlen konnten laut HDE vor allem Händler berichten, die online und stationär aktiv sind. Mittelständische Händler in vielen Innenstädten klagten dagegen über schwache Kundenfrequenzen.

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