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PC-Arbeitsplätze im Home Office

Mobil und flexibel: Ohne Notebooks geht nichts mehr

05. Mai 2020, 09:14 Uhr   |  Michaela Wurm

Mobil und flexibel: Ohne Notebooks geht nichts mehr
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Home Office liegt im Trend

Der Trend zum mobilen Arbeiten schreitet seit Jahren unaufhaltsam voran und erlebt in der Coronakrise jetzt einen vorläufigen Höhepunkt: Die massenhafte Verlagerung von Firmenarbeitsplätzen ins Home Office lässt die Nachfrage nach Notebooks, Convertibles und 2-in-1-Geräten explodieren.

So schnell kann der Arbeitsplatz der Zukunft Realität werden: Die zur Eindämmung der Corona-Pandemie erfolgten Standortschließungen und Ausgangsbeschränkungen zwangen viele tausend Firmen in Deutschland zu einem schnellen Umzug ihrer Mitarbeiter ins Home Office. Dabei wurden nicht nur die Fehler und Versäumnisse beim Ausbau der digitalen Infrastruktur in Deutschland sichtbar. Auch vielen Unternehmen wurde schmerzhaft klar, wie unflexibel und wenig mobil ihre PC-Arbeitsplätze waren. Mit echten »mobile workplaces« wäre die Fortführung ihres Geschäftsbetriebs auch außerhalb der Firma in den meisten Fällen relativ reibungslos von statten gegangen.

Die Auswirkungen dieser Entwicklung zeigten sich sehr schnell auch im Channel. In den zu Beginn noch geöffneten Geschäften setzte ein wahrer Run auf die verfügbaren Notebooks und PCs, aber auch alle Arten von Home-Office-Ausstattung ein. Nachdem nahezu alle stationären Geschäfte schließen mussten, explodierte die Nachfrage bei den Etailern und führte auch dort sehr schnell zu Engpässen. So musste Notebooksbilliger.de in seinem Onlineshop die Bestellungen auf zwei Geräte limitieren, um die Nachfrage noch bedienen zu können (CRN berichtete).

Auch bei den Distributoren gingen die Bestellungen bei allem, was für Heimarbeitsplätze gebraucht wurde, durch die Decke. Das zeigen die aktuellen Abverkaufszahlen der deutschen Distributoren, die das Marktforschungsinstitut Context regelmäßig auswertet. »Besonders steil gehen derzeit die Absatzzahlen von Notebooks hoch«, berichtet Context-Analystin Marie-Christine Pygott im Gespräch mit CRN. Schon im Januar und Februar 2020, also bevor die Corona-Epidemie in Europa angekommen war, seien die Verkaufszahlen der Distributoren um 20 Prozent gestiegen. In den ersten beiden Märzwochen lag der Notebook-Absatz sogar 50 Prozent über dem des Vorjahreszeitraums.

Laut Pygott profitieren alle Notebook-Hersteller von der massiven Nachfrage. »Auch Hersteller, die sonst im Businessumfeld nicht so stark gekauft werden und B-Brands werden verstärkt nachgefragt, weil die lieferbar sind«, so die Analystin, etwa die vor allem für ihre leistungsfähigen Gaming-Notebooks bekannte Marke MSI. Ähnlich sei die Situation bei Prozessoren. Auch hier suchen die Kunden nach verfüg- und bezahlbaren Alternativen. So werden sogar Geräte mit AMD-CPUs, die Businesskunden bis vor kurzem noch gemieden hätten, mittlerweile vermehrt gekauft.

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1. Mobil und flexibel: Ohne Notebooks geht nichts mehr
2. Hersteller mehr oder minder lieferfähig
3. Auch Preise im Aufwind

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