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Umstrukturierung mit der Brechstange bei MSH

Media-Saturn vor dem großen Knall

28. März 2019, 15:41 Uhr   |  Lars Bube

Media-Saturn vor dem großen Knall
© Media-Saturn

Bis zu 700 Stellen könnte MSH laut dem Manager Magazin in der Zentrale in Ingolstadt streichen

Der neue MSH-Chef Ferran Reverter plant offenbar eine grundlegende Restrukturierung. Laut Berichten sollen bis zu 700 Mitarbeiter entlassen und das Geschäftsmodell umgebaut werden. Auch ein Ende von Saturn steht wieder zur Diskussion.

Schon seit Ferran Reverter im Rahmen eines tiefgreifenden Umbruchs im Management im Herbst als neuer Chef der Media-Saturn Holding (MSH) angetreten ist, hat er klar gemacht, dass sich aus seiner Sicht einiges ändern muss, um die Holding und ihre Marken wieder in die Spur zu bekommen. Nach aktuellen Medienberichten könnte schon bald klarer werden, was das im Einzelnen bedeutet. So will das Manager Magazin erfahren haben, dass MSH alleine in der Zentrale in Ingolstadt bis zu 700 Stellen abbauen will. Das entspräche beinahe einem Viertel der gesamten Belegschaft. MSH wollte die Zahlen gegenüber dem Manager Magazin nicht bestätigen und bezeichnete sie als Spekulation.

Darüber hinaus soll Reverter planen, die direkt an Hersteller vergebenen Flächen in den Märkten deutlich auszuweiten. Damit würde sich MSH einerseits wiederkehrende Einnahmen sichern und gleichzeitig die Risiken beim Produkteinkauf und die Kosten für die Lagerhaltung und das Personal deutlich reduzieren. Als mögliche Interessenten gelten insbesondere die großen Elektronik- und ITK-Konzerne wie Apple, Huawei und Samsung, mit denen es teils bereits entsprechende Shop-in-Shop-Modelle gibt, sowie Hersteller wie Xiaomi, die bisher kaum über eigene Verkaufsflächen verfügen. Um die dafür benötigten Flächen frei zu bekommen, könnte MSH etwa das Marken- und Warenangebot reduzieren und so das Einkaufsrisiko und den Lagerbedarf weiter senken. Damit einhergehend soll auch ein stärkerer Fokus auf Aktionsangebote gelegt werden.

Auf der anderen Seite sollen dafür neue kostenpflichtige Dienstleistungen wie Computer- oder Fotokurse entwickelt werden, mit denen Kunden in die Märkte gelockt und zum Kauf angeregt werden.

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