Schwerpunkte

IT-Lösungen in Bildungseinrichtungen

Kreidetafel statt Whiteboard

10. Februar 2016, 16:53 Uhr   |  Samba Schulte | Kommentar(e)


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Erfolge im Weiterbildungsbereich

Sven Glatter
© Comteam

Sven Glatter

Gegenüber CRN bestätigen die IT-Anbieter die Wachstumserwartungen, die an den Bildungssektor geknüpft werden: »Fakt ist: In diesem Bereich besteht Aufholbedarf und viel Potenzial«, betont etwa Sven Glatter, Geschäftsführer der Systemhausgruppe Comteam. Und Klaus Donath, VAD-Chef des Broadline-Distributors Ingram Micro ergänzt: »Der Bildungsmarkt bleibt ein spannendes Feld für uns, unsere Hersteller und unsere Fachhandelspartner. Schließlich wird der Ausbau von IT an Schulen von vielen Fürsprechern unterstützt.« Das nachgefragte Lösungsspektrum ist breit: »Tafelsysteme, Notebookwagen, Schulungskabinette und Anzeigesysteme gehören zu den wichtigsten Kategorien«, berichtet Comteam-Chef Glatter. Ingram Micro-Manager Donath sieht insbesondere Absatzchancen für »AV-Lösungen, IT-Infrastruktur, Devices und Mobility-Produkte sowie Service-Leistungen«. Der Spezialdistributor Medium, der mittlerweile die AV-Sparte des Also-Konzerns bildet, sieht insbesondere bei der Visualisierung vielfältige Möglichkeiten: »Vor allem der Zeitaufwand und diverse andere Kosten können durch eine Modernisierung der AV-Technik erheblich reduziert werden«, erklärt dazu Andreas Ruhland, Leiter Produktmanagement, Einkauf und Marketing. Generell sind auch weiterhin Over Head-Projektoren und klassische Moderationstafeln gefragt. Dazu kommen verstärkt Visualizer, vom Projektor bis hin zu interaktiven Whiteboards oder Displays.«

Schnelle Erfolge und Fortschritte verzeichneten die Anbieter bisher aber vor allem bei der IT-Aufrüstung von unternehmerisch geführten Weiterbildungseinrichtungen. »In unternehmerischen Bildungseinrichtungen sind die Modalitäten der Beschaffung andere, denn auf klassische Ausschreibung und zentrale Vorgaben wird verzichtet«, stellt Sven Glatter fest. Ingram Micros Klaus Donath ist überzeugt: »Zwischen privatem und öffentlichem Sektor gibt es große Unterschiede, vor allem in Bezug darauf, wie schnell Entscheidungen getroffen werden. Wir stellen auch fest, dass bei unternehmerisch geführten Bildungseinrichtungen ein wesentlich stärkeres Bewusstsein für den gezielten Einsatz von IT in der Lehre vorhanden ist, als dies bei öffentlichen Schulen oder Universitäten der Fall ist. Private Einrichtungen lassen sich gerne auch vollumfänglich beraten und sind gegenüber neuen Ideen aufgeschlossen.«

IT-Firmen kennen diesen Bereich auch aus eigener Erfahrung gut, schließlich haben sie ihre eigenen Fortbildungseinrichtungen über die vergangenen Jahre kräftig aufgerüstet, wie beispielsweise auch die Kooperation Synaxon berichtet: Damit reagiere man auf einen stetig wachsenden Bedarf seitens der Partner. Die Teilnehmerzahlen an den Seminaren, Workshops und Trainings der »Synacademy« seien im Jahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 28 Prozent auf rund 1.600 Teilnehmer gestiegen, wie Akademie-Leiter Friedrich Pollert erklärt.

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1. Kreidetafel statt Whiteboard
2. Erfolge im Weiterbildungsbereich
3. Schwieriges Schulgeschäft
4. Aufklärungsbedarf bei den Kunden

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