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Schwache Server-Nachfrage

Intel-Krise und Handelskrieg belasten Dell

27. November 2019, 11:22 Uhr   |  Lars Bube

Intel-Krise und Handelskrieg belasten Dell
© Jjpwiki / CC BY-SA 4.0

Die anhaltenden Lieferschwierigkeiten von Intel und der Handelsstreit zwischen den USA und China werden Dell im laufenden Geschäftsjahr rund zwei Milliarden Euro Umsatz kosten.

Wenige Tage nachdem sich Intel bei den Partnern für die anhaltenden Lieferschwierigkeiten bei CPUs entschuldigt hat, wird jetzt deutlich, welche Auswirkungen die Verfügbarkeitsprobleme für die PC-Hersteller haben. Als einer der größten Kunden musste Dell nun seine Prognose für das noch bis Anfang Februar 2020 laufende Geschäftsjahr von rund 94 Milliarden auf etwa 92 Milliarden US-Dollar senken.

Nach der Rückkehr an die Börse Ende des vergangenen Jahres

hatte sich Dell eigentlich eine stärkere Performance erhofft. Als einen der Hauptgründe für die Korrektur nennt Dell die dauerhaften Allokationen bei Intel-CPUs. Darüber hinaus entwickelt sich aufgrund des anhaltenden Handelskriegs zwischen den USA und China auch der Server-Absatz schwächer als erwartet. Im dritten Quartal ist die Nachfrage nach Servern laut den aktuellen Geschäftszahlen insbesondere in China, aber auch bei einigen Großkunden merklich zurückgegangen.

Insgesamt konnte Dell den Umsatz deshalb in den vergangenen drei Monaten gegenüber dem Vergleichzeitraum im Vorjahr nur um 1,2 Prozent auf 22,9 Milliarden Dollar steigern. Die Analysten hatten zuvor mit etwas über 23 Milliarden Dollar gerechnet. Immerhin konnte Dell unter dem Strich daraus einen Gewinn von 552 Millionen Dollar erwirtschaften, eine deutliche Steigerung zum Vorjahr, in dem noch ein Verlust von fast 900 Millionen Dollar geschrieben worden war. Das ist nicht zuletzt auch der guten Performance von VMWare zu verdanken. Die Tochter konnte den Umsatz mit ihren Softwarelösungen zur Virtualisierung um mehr als 11 Prozent steigern.

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