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Neuer CEO Arvind Krishna

IBM-Chefin Ginni Rometty tritt zurück

31. Januar 2020, 07:53 Uhr   |  Stefan Adelmann

IBM-Chefin Ginni Rometty tritt zurück
© Michael Probst/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Nach 40 Jahren bei IBM geh Ginni Rometty Ende des Jahres in den Ruhestand

Ginni Rometty, seit 40 Jahren bei IBM und seit 2012 an der Spitze des Unternehmens, wird Ende des Jahres in den Ruhestand gehen. Aber bereits im April soll Arvind Krishna den Posten als CEO des IT-Konzerns übernehmen.

Der IBM-Verwaltungsrat hat Arvind Krishna mit Wirkung zum 6. April 2020 zum neuen CEO des IT-Konzerns ernannt. Ginni Rometty, die seit 2012 die Position des Chief Executive Officers innehatte, wird Ende des Jahres in den Ruhestand gehen, soll bis dahin aber noch Teil des Vorstandes bleiben. Somit wird die erste Frau an der Spitze von »Big Blue« nach 40 Jahren das Unternehmen verlassen.

Darüber hinaus wurde auch James Whitehurst, IBM Senior Vice President und CEO von Red Hat, in den IBM-Vorstand gewählt. Seine neue Position soll er ebenfalls zum 6. April antreten.

Arvind Krishna ist aktuell IBM Senior Vice President für Cloud und Cognitive Software und war maßgeblich für die Übernahme von Red Hat verantwortlich. Mit der Personalie unterstreicht der Konzern somit abermals sein Bestreben, verstärkt auf Bereiche wie Cloud und Künstliche Intelligenz zu setzen – und somit der Krise im Hardware-Geschäft mit Großrechnern und Servern entgegenzuwirken. »Arvind ist der richtige CEO für die nächste Ära bei IBM«, bekräftigt Rometty. »Er ist ein brillanter Technologe, der eine bedeutende Rolle bei der Entwicklung unserer Schlüsseltechnologien wie künstliche Intelligenz, Cloud, Quantencomputer und Blockchain gespielt hat.  Er ist auch ein hervorragender operativer Leiter, der heute gewinnen und gleichzeitig das Geschäft von morgen aufbauen kann.« Krishna habe das Cloud- und Cognitive-Software-Geschäft von IBM ausgebaut und die größte Akquisition in der Geschichte des Unternehmens geleitet. »Er ist gut aufgestellt, um IBM und seine Kunden in die Cloud- und kognitive Ära zu führen.«

Rometty befand sich acht Jahre an der Spitze von IBM. Während ihrer Amtszeit hat das Unternehmen in Bereiche wie Hybrid-Cloud, Security und Künstliche Intelligenz investiert. Die Anstrengungen haben jedoch bisher nicht gereicht, um die Schwierigkeiten im Hardware-Geschäft auszugleichen. Lag IBMs Umsatz 2012 noch bei mehr als 100 Milliarden US-Dollar, fiel er bis 2019 auf unter 80 Milliarden US-Dollar. Trotz aller Schwierigkeiten hat Rometty aber auch stark investiert, neue Geschäftsbereiche aufgebaut und IBM hat unter ihrer Führung insgesamt 65 Unternehmen akquiriert. Sie habe eine herausragende Führungsrolle übernommen und das Unternehmen grundlegend verändert, sagt Michael Eskew, Vorsitzender des IBM-Verwaltungsrates. »Sie hat mutige strategische Maßnahmen ergriffen, um IBM für die Zukunft neu zu positionieren, indem sie sich von Geschäften trennte und neue Einheiten organisch und durch Übernahmen wachsen ließ.«

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