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HPE-Partnerstatus nicht in Gefahr

HPE setzt Umsatzziele für seine Partner aus

28. April 2020, 16:58 Uhr   |  Michaela Wurm | Kommentar(e)

HPE setzt Umsatzziele für seine Partner aus
© CRN

Die IT-Riesen springen ihren von der Krise gebeutelten Partnern und Distributoren mit weitreichenden Finanzhilfen bei. HPE friert jetzt die Umsatzziele ein, damit die Partner nicht Angst haben müssen, ihren Status zu verlieren.

Zahlreiche Hersteller haben für die Dauer der Coronakrise Unterstützungsmaßnahmen für ihre Partner aufgelegt (CRN berichtete). Neben erweiterten Schulungs- und Trainigsangeboten gehören dazu finanzielle Hilfen wie erweiterte Kreditrahmen, verlängerte Zahlungsziele und vergünstigte Endkundenfinanzierung. So hat Dell beispielsweise gerade angekündigt, dass Kreditvolumen und Zahlungsziele für die Partner für die Dauer der Krise flexibler gehandhabt werden. Bei der Finanzierung von Endkundenprojekten werden zahlungsfreie Zeiträume vorgeschaltet.

Noch einen Schritt weiter geht Hewlett Packard Enterprise (HPE). Der US-IT-Riese hat für sein weltweites Partnernetzwerk ein umfangreiches Hilfspaket geschnürt, um ihnen die möglichst unbeeinträchtigte Fortführung ihres Geschäfts zu ermöglichen.

So werden die Umsatzziele für das »HPE Hybrid IT Partner Ready Program« und das »Aruba Partner Ready for Networking Program«, die Partner bis Ende September 2020 erreichen müssen, ausgesetzt. Ihr Partnerstatus – Silber, Gold oder Platin – bleibt im kommenden Jahr bis zum 31. Oktober 2021 erhalten, auch wenn sie die Ziele dieses Jahr nicht schaffen.

»Wir wissen, dass die Partner 40 Prozent ihrer Margen aus den Backend-Rabatten erzielen. Es ist für die Partner deshalb essentiell, dass sie ihren Status aus 2020 auch 2021 behalten«, erklärt HPEs Channelchef Ulrich Seibold im Gespräch mit CRN. Vor allem im Mittelstand sieht Seibold derzeit wegen der Coronakrise »enorme Verwerfungen«. Partner im Healthcare- oder Government-Umfeld bekämen das derzeit kaum zu spüren. Aber im Mittelstand würden familiengeführte Firmen von heute auf morgen die Investitionen herunterfahren. Und auch viele mittelständische Partner schickten ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit, weil diese wegen der Ausgangsbeschränkungen schlicht nicht zu den Kunden gehen können. »Das betrifft Unternehmen, die bisher kerngesund waren«, so Seibold. Damit diese ihre wertvollen Mitarbeiter halten und wieder voll durchstarten können, sobald die Krise vorbei ist, hilft HPE ihnen bei der Überbrückung. »Wir brauchen beim Wiederanlauf der Wirtschaft jeden Mann«, so Seibold.

Die Partner seien das Herzstück von HPE, so HPEs weltweiter Channelchef  Paul Hunter. Wenn sie vor potenziellen Herausforderungen stehen, sei der  Hersteller in der Pficht, ihnen zu helfen, ihr Geschäft wie gewohnt weiterzuführen und sie finanziell zu entlasten.

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