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Mobilfunk als Stromfresser

Heizen mit 5G

10. Dezember 2019, 17:12 Uhr   |  dpa

Heizen mit 5G
© Gina Sanders/Fotolia

Der neue Mobilfunkstandard 5G soll autonomes Fahren, Hightech-Landwirtschaft und vernetzte Roboter möglich machen. Ohne Rechenzentren geht das nicht - und die brauchen immer mehr Strom. Die 5G-Funktechnik selbst ist dabei recht sparsam.

Der superschnelle Mobilfunkstandard 5G wird den Stromverbrauch von Rechenzentren kräftig nach oben treiben. Nach einer Studie für den Stromversorger Eon wird der ohnehin stark wachsende Energiebedarf der Rechenzentren durch 5G bis zum Jahr 2025 im Vergleich zu heute um bis zu 3,8 Milliarden Kilowattstunden steigen. Das wäre genug Strom, um alle 2,5 Millionen Einwohner der NRW-Großstädte Köln, Düsseldorf und Dortmund ein Jahr lang zu versorgen, teilte Eon am Dienstag mit. Nach den jüngsten vorliegenden Zahlen hätten die rund 53.000 Rechenzentren in Deutschland im Jahr 2017 etwa 13,2 Milliarden Kilowattstunden Strom verbraucht.

Bei den Kalkulationen spielte der Verbrauch der Mobilfunksender selbst keine Rolle. Hier fällt die Bilanz zugunsten der 5. Mobilfunkgeneration aus, die bezogen auf die übertragene Datenmenge nur ein Zehntel des Stroms verbraucht, den 4G (LTE) benötigt. Der Schub im Verbrauch kommt durch die zusätzlich benötigten Kapazitäten in den vernetzten Rechenzentren.

»Digitalisierung heißt mehr Daten, mehr Rechenkapazität und mehr Rechenzentren«, strich Eon-Vorstandsmitglied Karsten Wildberger heraus. Mit 5G wollen Unternehmen eigene Mobilfunknetze auf ihren Fabrikgeländen aufbauen, autonom fahrende Autos brauchen den neuen Mobilfunkstandard und auch in der Telemedizin oder in der Landwirtschaft soll er künftig eine wichtige Rolle spielen. Auch das ultraschnelle Downloaden von Filmen soll 5G möglich machen. Das erfordert laut Studie den Aufbau von vielen kleinen und lokalen Rechenzentren, die vielfach als Zwischenstation zu den zentralen Einheiten fungieren.

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1. Heizen mit 5G
2. Abwärme sinnvoll nutzen

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