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Boomzeit im Markt für digitale Spiele

Gaming wird zum Milliardengeschäft

23. August 2018, 09:58 Uhr   |  Michaela Wurm

Gaming wird zum Milliardengeschäft
© Koelnmesse

Digitale Games wie hier auf der Gamescom 2018 ziehen auch in Deutschland Besuchermassen an

Vom Zeitvertreib für Nerds zum milliardenschweren Massenmarkt: Digitale Spiele für PCs, Konsolen und Smartphones boomen wie nie zuvor. Davon profitieren nicht nur Spieleentwickler, sondern auch Anbieter von Gaming-Hardware, -Peripherie und -Zubehör – und damit auch der Channel.

Digitale Spiele erleben aktuell einen grundlegenden Umbruch ihrer gesellschaftlichen und damit auch wirtschaftlichen Bedeutung. Noch vor wenigen Jahren wurden Computerspieler gemeinhin als picklige Nerds beschrieben, die sich mangels sozialer Kontakte in digitale Parallelwelten flüchten und dort im schlimmsten Fall sogar Gewaltfantasien entwickeln. Von diesem bedauernswerten Randphänomen hat sich Gaming innerhalb kürzester Zeit zu einem Massenphänomen entwickelt, das voll dem Zeitgeist entspricht und sogar als Kulturgut anerkannt wird.

Bestes Beispiel ist der elektronische Sport. Hätte alleine dieser Ausdruck lange Jahre höchstens für schallendes Gelächter gesorgt, ziehen E-Sport-Events heute schon Zuschauerzahlen an, von denen viele »echte« Sportarten nur träumen können. Ähnlich ist das Bild in den sozialen Medien, wo zumeist noch sehr junge Streamer ein Publikum erreichen, die klassische Medien bis hin zu den großen Samstagabend-Shows im TV neidisch werden lassen. Kein Wunder also, dass dieser Kanal inzwischen in der ITK-Branche als einer der wichtigsten gilt, um das junge Publikum der »Digital Natives« anzusprechen.

Doch das Phänomen geht weit über die ITK-Welt hinaus. Selbst die in digitalen Bereichen nicht unbedingt den innovativsten Ruf genießende deutsche Politik hat das inzwischen erkannt und die große Koalition es sich deshalb zum Ziel gesetzt, E-Sports den herkömmlichen Sportvereinen gleichzustellen. Statt sich dagegen aufzulehnen, versuchen die meisten Vereine lieber, selbst von diesem Hype zu profitieren. Deshalb halten sich mehrere Vereine der Fußballbundesliga wie Werder Bremen, Schalke, Leipzig und Stuttgart eigene E-Sport-Teams.

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1. Gaming wird zum Milliardengeschäft
2. Gaming wird erwachsen
3. Hardwaregeschäft brummt
4. König Software
5. Blendende Aussichten für den Handel

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