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Black Friday, Cyber Monday und Co.

Fluch und Segen der Schnäppchentage

16. November 2018, 13:14 Uhr   |  Lars Bube

Fluch und Segen der Schnäppchentage
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Neue Aktionstage verändern den Handel: Rabatte gibt es nicht mehr erst am Ende des Weihnachtsgeschäfts, sondern schon ganz am Anfang. Für den Handel ist das nicht ungefährlich. Ein Experten warnt: »Rabatte sind eine starke Droge.«

Black Friday, Cyber Monday, Singles Day: Eine Flut von neuen Schnäppchentagen schwappt auch nach Deutschland und läuft dem klassischen Schlussverkauf den Rang ab. Der wichtigste Unterschied: Die Rabatte gibt es schon zu Beginn des Weihnachtsgeschäfts und nicht erst in den letzten Tagen vor oder gar nach dem Fest. Allein der Black Friday am kommenden Freitag (23.11.) und der Cyber Monday drei Tage später dürften nach Expertenmeinung für zusätzliche Umsätze in Milliardenhöhe sorgen.

Einer der Vorreiter bei dieser Entwicklung ist der US-Internetgigant Amazon. Unter dem Motto »Jetzt schon günstig Weihnachtsgeschenke shoppen« plant der Konzern ab dem 19. November in Deutschland eine ganze Cyber-Monday-Woche mit Zehntausenden Angeboten. Doch ist er nicht allein: Media Markt lädt am 23.11 zum Red Friday. Zalando macht natürlich auch mit. Seiten wie blackfridaysale.de listen hunderte von Teilnehmern an dem Rabattspektakel auf. Sogar Lidl macht mit.

»Aktionstage wie der Black Friday oder der Cyber Monday werden immer wichtiger für den Handel. Wir haben gesättigte Märkte in Deutschland. Da braucht man solche Anlässe, damit die Leute mehr kaufen«, ist der Marketingexperte Martin Fassnacht von der Wirtschaftshochschule WHU überzeugt.

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1. Fluch und Segen der Schnäppchentage
2. Handel schadet sich selbst
3. Rabatte als Droge

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