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Brüssel senkt Wachstumsprognose

Europa steht wirtschaftliche Durststrecke bevor

07. November 2019, 13:49 Uhr   |  dpa

Europa steht wirtschaftliche Durststrecke bevor
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Nach der schweren Finanzkrise vor knapp zehn Jahren verzeichnete Europa zuletzt einen kräftigen wirtschaftlichen Aufschwung. Damit ist es erst einmal vorbei. Die Frage ist nun: Wie lang wird die Schwächephase dauern?

Nach Jahren soliden Wachstums steuert Europas Wirtschaft nach Einschätzung der EU-Kommission auf eine Schwächeperiode zu. Die Behörde korrigierte ihre Wachstumsprognose für die 19 Staaten des gemeinsamen Währungsgebiets erneut nach unten. Es könnten schwierigere Zeiten anbrechen, sagte EU-Finanzkommissar Valdis Dombrovskis am Donnerstag in Brüssel.

Für das laufende Jahr erwartet die EU-Kommission in der Eurozone im laufenden Jahr nun einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,1 Prozent, 2020 ein Wachstum von 1,2 Prozent. Im Sommer war sie noch von 1,2 beziehungsweise 1,4 Prozent ausgegangen. Für die gesamte EU rechnet sie für 2019 und für 2020 mit einem Wachstum von 1,4 Prozent. Hier hatte sie im Sommer noch 1,6 erwartet. Davor hatte sie teilweise noch optimistischere Annahmen.

»Bislang hat sich die europäische Wirtschaft trotz ungünstigerer weltwirtschaftlicher Rahmenbedingungen als robust erwiesen«, sagte Dombrovskis. Die Binnennachfrage sei nach wie vor kräftig. »Doch könnten nun schwierigere Zeiten anbrechen, das heißt eine Phase, die durch große handelskonfliktbedingte Unsicherheit, durch zunehmende geopolitische Spannungen, durch eine anhaltende Schwäche des verarbeitenden Gewerbes und durch den Brexit gekennzeichnet ist.«

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