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Tablet-Markt in EMEA eingebrochen

Düstere Aussichten für Tablet-Anbieter

28. Mai 2020, 11:23 Uhr   |  Michaela Wurm | Kommentar(e)

Düstere Aussichten für Tablet-Anbieter
© Rawpixel.com - Fotolia

Tablet-Markt in EMEA, Q1 2020

Der Nachfrageschub während der Coronakrise konnte den Markt für Tablet-PCs nicht nachhaltig stabilisieren. Laut IDC verkauften die Hersteller im ersten Quartal 2020 fast zehn Prozent weniger Geräte. Die Aussichten für das Gesamtjahr sind nicht rosig, eine Besserung erst ab 2021 in Sicht.

8,8 Millionen Tablet-PCs wurden laut IDC im ersten Quartal 2020 in der EMEA-Region verkauft – ein Rückgang von 9,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Und das trotz der erhöhten Nachfrage nach mobilen Lösungen für Homeoffice und Home Schooling während der Corona-Einschränkungen. Das habe jedoch nicht gereicht, um die schwächelnde Consumer-Nachfrage auszugleichen, so die IDC-Analysten. Erschwert worden sei die Situation durch die Fabrikschließungen in China und die Unterbrechung der Lieferketten nach Asien.

»Die Fabrikschließung in China brachte Probleme in der Produktion und der logistischen Lieferkette für den Markt, so dass die gestiegene Nachfrage nicht gedeckt werden konnte«, erklärt Helena Ferreira, Forschungsanalystin bei IDC Western Europe Personal Computing Devices. »Obwohl das erste Quartal des Jahres in der Regel nicht durch eine starke Saisonabhängigkeit im Bildungsbereich gekennzeichnet ist, registrierten einige Android-Anbieter, wie Samsung und Lenovo, sowie Apple eine erhöhten Nachfrage in diesem Segment. Die Einschränkungen in der Lieferkette haben so auch zu Rückständen für die kommenden Quartale geführt.«

In Westeuropa entwickelte sich der Tablet-Gesamtmarkt im ersten Quartal des Jahres trotz eines Rückgangs von 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr immer noch besser als in den anderen Ländern der EMEA-Region. Deutlich stärkere Einbußen von 16 Prozent mussten die Anbieter in der CEMA-Region hinnehmen, die Mittel- und Osteuropa (CEE) sowie den Nahen Osten und Afrika (MEA) umfasst. »Neben der Kannibalisierung durch Großbild-Smartphones und der schwachen Verbrauchernachfrage wurde der Tablet-Markt durch die in den CEMA-Ländern verhängten Lockdowns beeinträchtigt. Tablets sind nicht die Geräte der ersten Wahl für Heimarbeit und Heimunterricht während der Sperrzeit«, so Nikolina Jurisic, Senior Program Manager, EMEA.

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2. Kopf-an-Kopf-Rennen
3. Silberstreif am Hoizont

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