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Aufholjagd mit Dell-EMCs »PowerEdge MX«-Serie

Dell-EMC bläst zum Angriff auf den Blade-Markt

25. Oktober 2018, 13:40 Uhr   |  Michaela Wurm


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Mit Blades auf der Überholspur

Peter Dümig, Senior Server Product Manager, bei der Vorstellung der neuen Blades
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Peter Dümig, Senior Server Product Manager, bei der Vorstellung der neuen Blades

Mit dem Rückenwind durch EMC und neuen Blade-Servern will Dell-EMC seine Position im Servermarkt noch weiter ausbauen und auch in Deutschland den großen Konkurrenten HPE auf den zweiten Platz verweisen. Denn im deutschen Servermarkt liegt der Hersteller laut IDC mit einem Anteil von 24,2 Prozent noch knapp hinter Markführer HPE (25,2 Prozent). Der Vorsprung sei nur noch hauchdünn und das Ziel greifbar nahe, versichert Renz: »Wir sind kurz davor, HPE auch in Deutschland zu überholen. Wir gewinnen fast jeden Monat ein bis zwei Kunden dazu.«

Bei der zahlenmäßig stärksten Produktgruppe, den Rack-Servern, liegt Dell-EMC mit einem Marktanteil von rund 30 Prozent bereits vor HPE auf Platz eins. Die fehlenden Marktanteile für den Gesamtmarkt könnte der nach Stückzahlen zwar kleinere, aber dafür lukrativere Blade-Markt liefern.

Hier ist Dell-EMC laut IDC mit knapp zehn Prozent aktuell nur Nummer drei hinter HPE (44,7 Prozent) und Cisco (26,1 Prozent) und vor Lenovo (6,1 Prozent). Die Ausgangsbedingungen sind jedoch vorteilhaft für Dell-EMC. Fujitsu habe Blades abgekündigt und ziehe sich aus dem Markt zurück. Ciscos Blade-Systeme seien teilweise neun Jahre alt, erläutert Renz. Bis neue Systeme kommen sieht er gute Chancen, Kunden zum Umstieg auf Dell-EMCs neue »PowerEdge MX«-Server zu bewegen. Das Ziel ist klar gesteckt: Bis 2020 will der Hersteller die Nummer eins im deutschen Blade-Markt werden. Als Zielgruppe kämen im Prinzip alle Kunden in Frage, meint Renz. Kein Kunde setze allein auf Blades. Vielmehr hätten die meisten Unternehmenskunden eine gemischte IT-Infrastruktur. Primäre Zielgruppe seien aber klar Fujitsu- und Cisco-Kunden.

Fujitsu hat die Abkündigung der Blade-Server nicht offiziell kommuniziert. Die Entscheidung sei aber bereits vor zwei Jahren getroffen worden, bestätigt Firmensprecher Michael Erhard auf Nachfrage von CRN. Er begründet den Entschluss mi dem veränderten Kaufverhalten der Kunden. Standardserver seien flexibler einsetzbar und inzwischen genauso leistungsfähig wie Blade-Systeme, so dass Fujitsus Kunden stärker in diese Richtung tendierten. Ausgewählte Server- und Storage-Blades werden noch bis Ende September 2019 verfügbar sein. So lange sollen auch neue Betriebssystem-Versionen unterstützt werden. Danach will Fujitsu noch für eine Übergangsfrist von fünf Jahren Maintenance und Support leisten.

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2. Mit Blades auf der Überholspur
3. Blades für die digitale Transformation
4. Modular und flexibel: Die neuen »PowerEdge MX«-Systeme

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