Schwerpunkte

Verlust, Stellenabbau und Streit

Das unendliche Tauziehen um Osram

12. November 2019, 15:01 Uhr   |  dpa

Das unendliche Tauziehen um Osram
© Fotony76 - AdobeStock

Osram hat ein hartes Jahr hinter sich. Zwar hat sich das Unternehmen hinter das neue Übernahmeangebot von AMS gestellt. Doch die Arbeitnehmervertreter machen weiter Front.

Der unter der Schwäche seiner Kunden leidende Licht- und Sensorikkonzern Osram möchte sich vom österreichischen Sensorspezialisten AMS übernehmen lassen. Bei der Bekanntgabe der von hohen Verlusten und einem Umsatzrückgang geprägten Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr am Dienstag empfahl der Vorstand die Annahme der inzwischen zweiten Übernahmeofferte von AMS. »Aus unserer Sicht ist es ein attraktives Angebot für unsere Aktionäre, nun auch für unsere Mitarbeiter und für das Unternehmen als Ganzes«, sagte Osram-Chef Olaf Berlien.

Im Vergleich zum ersten Angebot von AMS gebe es deutliche Verbesserungen, sagte Berlien mit Bezug auf die zwischen den Unternehmen ausgehandelte Vereinbarung. »Was wir jetzt erreicht haben, ist fast eine Fusion unter Gleichen.« Darin ist unter anderem ein Schutz der Osram-Mitarbeiter vor fusionsbedingten Kündigungen bis Ende 2022 enthalten. Zudem soll das ehemalige Siemens-Vorstandsmitglied Brigitte Ederer als unabhängige Kontrolleurin überwachen, dass die Vereinbarung eingehalten wird.

Der Osram-Vorstand gab sich am Dienstag alle Mühe, die Übernahme positiv darzustellen. Sogar die Musik, die vor der Präsentation der Zahlen lief, sollte helfen: »Langsam wochs' ma z'amm« (Langsam wachsen wir zusammen) vom österreichischen Sänger Wolfgang Ambros. Das passe sehr gut zur Zusammenschlussvereinbarung, sagte Berlien.

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