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DexxIT-Vertriebschefin im CRN-Interview

Coronakrise: So sieht es in der Distribution aus

01. April 2020, 10:05 Uhr   |  Michaela Wurm | Kommentar(e)

Coronakrise: So sieht es in der Distribution aus
© Dexxit

Judith Öchsner, Vertriebsleiterin DexxIT

Auch beim Würzburger Spezialdistributor DexxIT macht sich die Coronakrise bemerkbar. Vertriebsleiterin Judith Öchsner berichtet im CRN-Interview, was aktuell besonders stark nachgefragt wird und wie es um die Logistikkette und die Lieferfähigkeit bestellt ist.

CRN: Distributoren und Hersteller berichten aktuell von einer massiv steigenden Nachfrage nach Home-Office-Ausrüstung und -Zubehör. Ist das bei DexxIT auch so?
Judith Öchsner: Ja wir konnten die letzten Tage und Wochen eine stark erhöhte Nachfrage nach Home Office Equipment verbuchen. Angestellte, Freiberufler sowie Schüler benötigen entweder komplett neues Equipment oder Zubehör sowie Speicher-Upgrades, um ihre bestehende Hardware-Basis aufzurüsten.

CRN: Von welchen Kundengruppen wird besonders viel nachgefragt, oder erstreckt sich das quer über alle Käufer?
Öchsner: Das Nachfragehoch erstreckt sich quer über alle Käufergruppen. Sowohl Systemhäuser als auch Etailer oder stationäre Händler haben deutlich erhöhten Bedarf.

CRN: Welche Produkte werden aktuell besonders stark nachgefragt?
Öchsner: Das Nachfragespektrum ist breitgefächert. Dabei stechen vor allem Komplettlösungen wie Monitore, Notebooks und Eingabegeräte aber auch Peripherieprodukte wie etwa Webcams und Mikrofone heraus.

CRN: Wie sieht aktuell die Warenverfügbarkeit bei PCs, Notebooks, Monitoren und anderen besonders stark nachgefragten Produkten aus? Gibt es Lieferengpässe oder sind welche zu befürchten?
Öchsner: Wir sind grundsätzlich gut aufgestellt, da wir uns bereits im Januar auf eine erhöhte Nachfrage unter anderem auch im Speichermarkt eingestellt haben. Deshalb haben wir unser Lagervolumen frühzeitig nochmals aufgestockt  Aber bei aller Vorsorge kommt es mittlerweile bei einigen Produkten zu Lieferengpässen oder -verzögerungen. Je nach Sortimentsbereich ist damit auch in naher Zukunft vereinzelt zu rechnen.

CRN: Funktioniert die Lieferkette und der Nachschub?
Öchsner: Im Großen und Ganzen funktionieren Lieferkette und Nachschub momentan noch gut. Da sich unser Unternehmen ja bekanntermaßen gut mit Lieferengpässen auskennt – denken Sie nur an die ehemaligen Turbulenzen im Speichermarkt - konnten wir rechtzeitig und vorausschauend vorsorgen.
Man muss jedoch die Sortimentsbereiche individuell betrachten. In einzelnen Segmenten gibt es natürlich bereits jetzt Lieferengpässe und Nachschubprobleme. Bislang konnten wir diese aber durch unsere gute Warenbevorratung kompensieren.

CRN: Machen sich Lieferengpässe und steigende Komponentenpreise bereits bei den Preisen bemerkbar?
Öchsner: Ja natürlich, da in einigen Bereichen das Produktionsvolumen zeitweilig reduziert wurde und die Lieferwege aktuell innerhalb und außerhalb der EU erschwert sind, steigt der Preis bei der Nachschubbeschaffung besonders stark nachgefragter Produkte und Komponenten.

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