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Data-Center-Konzept

Cisco will mit »Unified Computing« das Rechenzentrum revolutionieren

17. März 2009, 12:57 Uhr   |  Bernd Reder | Kommentar(e)


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Steuerung über UCS-Manager

Die Management-Architektur von UCS
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Die Management-Architektur von UCS

Fehlt noch eine Steuerzentrale für die genannten Komponenten. Diese Funktion übernimmt »UCS Manager«. Mithilfe der Software kann der Administrator Service-Profile erstellen, die für bestimmte Anwendungen Server- und I/O-Kapazitäten bereitstellen, auch in virtualisierter Form. Gespeichert werden diese Profile in den UCS-6100-Fabric-Interconnects.

In den Profilen sind unter anderem hardwarenahe Informationen enthalten, etwa RAID-Level, BIOS-Einstellungen und Vorgaben für virtuelle LANs (VLANs) und VSANS (virtuelle Storage Area Networks), zudem Quality-of-Service-Anforderungen.

Damit, so Cisco, lassen sich einheitliche Richtlinien für Anwendungen oder Services festlegen und gewissermaßen auf die System- und Netzwerk-Hardware »abbilden«. Solche Templates erleichtern es dem Systemverwalter, bis zu 320 Blade-Server und die darauf installierten Virtual Machines zu konfigurieren. UCS unterstützt die Virtualisierungssoftware von Vmware, Microsoft (Hyper-V) und Citrix (Xen).

»Wir konzentrieren uns nicht auf den Mitbewerb, sondern darauf, wohin sich der Markt bewegt«, sagte Ciscos Chief Executive Officer John Chambers bei der Vorstellung von Unified Computing. Klar ist jedoch, dass das Unternehmen mit dem neuen Ansatz sehr wohl auf Konkurrenten zielt, speziell auf Hewlett-Packard sowie IBM und Juniper Networks.

Die beiden letztgenannten Unternehmen sind derzeit dabei, im Rahmen des »Stratus«-Projekts eine vergleichbare Architektur zu entwickeln. Allerdings dürfte diese erst 2010 oder 2011 marktreif sein.

HP wiederum hat Einzelkomponenten, aus denen sich eine UCS-ähnliche Infrastruktur zusammenbauen ließe. Mit »Virtual Connect« verfügt das Unternehmen zudem über eine Technik, mit der sich I/O-Schnittstellen virtualisieren und nach Bedarf Systemen und Anwendungen zur Verfügung stellen lassen.

Bislang hat HP allerdings keine Anstalten gemacht, Server, Storage-Geräte, die Netzwerksysteme der »Procurve«-Serie und Virtualisierungslösungen in einer Architektur zusammenzufassen. Möglicherweise liefert nun Cisco den Anstoß, das nachzuholen

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