Schwerpunkte

Einführung in Servervirtualisierung

Basiswissen Virtualisierung: Ein Schwarm gleicher Systeme

15. Mai 2009, 13:45 Uhr   |  Andreas Stolzenberger | Kommentar(e)

Basiswissen Virtualisierung: Ein Schwarm gleicher Systeme

Virtuelle Maschinen geben dem Administrator die Freiheit, fast jedes Betriebssystem einzusetzen. Wer ohnehin nur mit einem Operating-System arbeitet, kann allerdings Ressourcen sparen, mithilfe von Container-Technologien.

Ein großer Trend hält den Servermarkt fest im Griff: Virtualisierung. Kaum ein neuer Server nimmt seinen Betrieb auf, ohne dabei logisch in viele kleine Unterserver zerlegt zu werden. Bei der Rechenleistung der aktuellen CPUs von AMD und Intel findet sich auch kaum eine einzelne Serverapplikation, die eine Maschine mit zwei Sockeln, acht CPU-Kernen und 32 GByte RAM auslasten könnte.

Im Zusammenhang mit Virtualisierung denken die meisten Administratoren sofort an Produkte wie Vmware, Hyper-V von Microsoft oder Xen von Citrix. Dabei handelt es sich um so genannte Hypervisoren oder Virtual-Machine-Manager (VMM), die sehr CPU-nahe arbeiten.

Sie virtualisieren Hardwareressourcen wie CPUs, RAM und Peripheriezugriffe und simulieren somit vollständige Rechner. Jede Virtual Machine (VM) benötigt ein eigenes Betriebssystem, was natürlich Ressourcen verschlingt.

Linux-Anwendungen arbeiten effizienter

Zehn moderat konfigurierte virtuelle Server fordern schon mal 10 GByte RAM und in etwa zwei CPU-Kerne. Sobald innerhalb der VMs die eigentlichen Applikationen ihre Dienste aufnehmen, steigt die CPU-Last kontinuierlich.

In den Real-World Labs Poing reicht ein physischer PC-Server mit vier Prozessorkernen und 8 GByte RAM in etwa für acht bis zehn produktiv arbeitende VMs – je nach Betriebssystemen und Diensten innerhalb der VMs.

Wie erwartet zeigt sich hierbei, dass VMs mit Linux und Applikationen wie MySQL mit deutlich weniger Ressourcen auskommen als VMs mit Windows-Server-2003-R2 und MS-SQL 2005.

Alternative für Ein-Betriebssystem-Umgebungen

VMs offerieren dem Administrator ein hohes Maß an Flexibilität bei der Auswahl der Systeme. Unix/Linux-VMs mit verschiedenen Kernen und unterschiedliche Windows-Versionen arbeiten friedlich nebeneinander.

In der Praxis brauchen viele Systemverwalter jedoch gar nicht diese große Freiheit. Vielmehr legen sich viele Unternehmen auf ein einziges Serverbetriebssystem für alle LAN-Dienste fest. In diesem Fall verschleudern virtuelle Maschinen viele Ressourcen, indem sie ein und dasselbe Betriebssystem zigfach in den Speicher quetschen.

Die Alternative hierzu hat viele Namen wie »Zones« oder »Container«, lässt sich jedoch unter dem Oberbegriff Systemvirtualisierung zusammenfassen.

Seite 1 von 2

1. Basiswissen Virtualisierung: Ein Schwarm gleicher Systeme
2. Ein Kern für alle

Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenAuf Linkedin teilenVia Mail teilen

Das könnte Sie auch interessieren

First-Look-Test: Microsofts Virtualisierungssoftware Hyper-V
Test: Vmware Workstation 6.5 – Vorsprung ausgebaut
Aus dem Testlabor: NFS verleiht VPN-Tunnel Flügel
Aus dem Testlabor: Virtuelle Tapes mit TAR
Kurztest: Mit »Zenoss« System im Netzwerk unter Kontrolle halten
Netzwerk-Praxis: Kernel-Teilung mit OpenVZ
Vergleichstest: Vier Programme für die Systemvirtualisierung

Verwandte Artikel

Parallels

Datacenter

Server-Virtualisierung