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Ausgekniffelt: Im Zeichen der Zwölf

09. März 2018, 11:04 Uhr   |  Samba Schulte

Ausgekniffelt: Im Zeichen der Zwölf
© Fotolia/Rainer Fuhrmann

Die Also-Gruppe hat nicht ganz zufällig genau zwölf Apostel für sein neues Transformationsgremium gewählt. Aber soviel Zahlenmagie kann auch schnell zur Achillesferse werden.

Die Also-Gruppe hat im Zuge ihrer Bilanzmedienkonferenz im schweizerischen Emmen soeben einen hübschen Überraschungscoup gelandet: Ein neues »Transformation Executive Team (TET)«, gebildet aus zwölf »Digital Aboriginals«, allesamt leitende Manager und Managerinnen des Konzerns, soll als Thinktank die digitale Transformation des Unternehmens vorantreiben. Nicht elf, nicht dreizehn – nein, zwölf. Das ist eine schöne, eine mystische Zahl, die in vielen Kulturen hochheilig gehalten wird. Es gibt zwölf Stämme Israels, zwölf Apostel, zwölf Olympier, zwölf Imame als Nachfolger Mohammeds und zwölf astrologische Häuser. In der Zahlenmystik steht die Zwölf für Vollendung oder Kraft, Blitz und Donner. Die Wahl des Zwöflergremiums scheint uns zu deuten: »Ehret die Zwölf, die dereinst kommen werden über die helvetischen Gipfel, zu verwandeln das tröge Transactional Business in blühende B2B-Plattformen!«

Andererseits kann die Berufung von genau zwölf Chef-Transformern auch Zufall sein und rein gar nichts bedeuten. Allein, uns fehlt der Glaube. Schließlich hat die Kopfnuss im Wirken des Konzerndirigenten Gustavo Möller-Hergt bereits zuvor einen Hang zur symbolträchtigen Formation seines Ensembles entdeckt. Ein Beispiel: Spricht der große Vordenker nicht gerne von der »Drei-S-Strategie«? Und wer repräsentierte diese vielen »S«-sen in Deutschland? Richtig – Sylke, Simone und Schwitzki. So also erzaubert sich der weise Meister mit mystischer Einsicht Rekordquartal um Rekordquartal.

Aber: Das Vertrauen auf das Wirken der Zahlen- und Buchstabenmagie kann auch zur Achillesferse werden. So stieg schon kurz nach der Vorstellung des TET-Dutzends in Emmen einer der zwölf Also-Apostel wieder aus. Also-Schweiz-Chef Harald Wojnowski möchte offenbar lieber etwas ganz anderes machen. Ein Unglückszeichen? Ein böses Omen? Der Konzernchef tut jedenfalls gut daran, sein SEK für die digitale Transformation schnellstmöglich wieder zu vervollständigen, damit die Formation ihre Kräfte auch wirklich entfalten kann. Also stellt sich für Also die Frage: Wer ist Nummer zwölf? Die hellsichtige Kopfnuss hat da schon einmal einen Tipp parat: Dem Gremium fehlt eindeutig noch ein »S«!

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