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IT-Jahr 2018: Computerfertigung in Deutschland

Aus für »IT-Hardware made in Germany«

18. Dezember 2018, 15:35 Uhr   |  Michaela Wurm

Aus für »IT-Hardware made in Germany«
© CRN

Bis 2020 soll das Augsburger Werk schließen

Fujitsus PC- und Server-Fabrik in Augsburg war viele Jahre ein Vorzeigeobjekt - am Ende reichte es aber doch nicht, um mit den asiatischen Auftragsfertigern mithalten zu können.

Fujitsus PC- und Server-Fabrik in Augsburg war viele Jahre ein Vorzeigeobjekt: Die fortschrittliche und hoch automatisierte Produktionsstätte wurde jedes Jahr zum Fujitsu Forum stolz den aus aller Welt angereisten Kunden und Partnern vorgeführt. Die flexible BTO-Fertigung und die kurzen Vertriebswege zu den Kunden in Europa würden die Kostenvorteile der Massenfertiger in China locker aufwiegen, betonten die Manager stets. Am Ende reichte das alles aber doch nicht, um mit den asiatischen Auftragsfertigern mithalten zu können.

Zum diesjährigen Fujitsu Forum musste der japanische Hersteller deshalb das Aus für das Augsburger Werk verkünden. Bis 2020 schließt das letzte Überbleibsel einer IT-Fertigung in Europa die Tore für immer. »Wir waren die letzten Mohikaner«, brachte es Vera Schneevoigt, Fujitsus Verantwortliche für das Werk in Augsburg, auf den Punkt und weckte noch einmal Erinnerungen an deutsche IT-Hersteller wie Nixdorf, Siemens oder Maxdata, die längst Geschichte sind.

Hardware-Fertigung im Herzen Europas funktioniert offensichtlich nur noch auf nationaler oder gar regionaler Basis. Anbieter wie Wortmann, Tarox oder Bluechip und noch eine Vielzahl kleinerer Hersteller können sich dank ihrer Flexibilität und Nähe zum Kunden bisher wacker in diesem schwer umkämpften Geschäft behaupten und schaffen das hoffentlich auch noch viele weitere Jahre.

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