Von der Spielkonsole zum Media-Center: Microsoft stellt die Xbox One vor

Microsoft hat in einer einstündigen Präsentation die hauseigene Konsole der nächsten Generation vorgestellt. Die Xbox One soll den zentralen Knotenpunkt im vernetzten Wohnzimmer bilden.

Die Xbox One kommt standardmäßig mit der Kinect-Kamera (Foto: Microsoft)

Microsoft war Sony mit der Präsentation der »Xbox One« um eine ganze Nasenlänge voraus. Im Gegensatz zu den Playstation-Herstellern konnten die Redmonder ihre Konsole der nächsten Generation dem Publikum schon vorführen. Optisch setzt das Gerät auf Minimalismus. Die bunten Spielereien des acht Jahre alten Vorgängers sind verschwunden und Microsoft stellte eine Konsole vor, die mit Geradlinigkeit und klassisch schwarzer Farbgebung überzeugen soll. Die Ähnlichkeit zu einem Blu-ray-Player oder Receiver ist dabei sicherlich nicht willkürlich gewählt. Don Mattrick, Präsident des Interactive Entertainment Business bei Microsoft, spricht davon, dass die Xbox One »die einzelnen Angebote aus Spielen und Entertainment vereinen soll«.

Das ist wohl das herausstechendste Merkmal der neuen Konsole. Microsoft will nicht mehr nur eine Spieleplattform liefern, sondern ein Multimedia-Center herstellen, das die Funktionen vieler Geräte im Wohnzimmer übernimmt. Laut Microsoft kann die Xbox One unterschiedlichen HDMI-Input verarbeiten und beispielsweise das TV-Programm wiedergeben. Auf diese Weise kann der Nutzer zwischen einem Spiel, einem Film oder den Fernsehsendern wechseln. Zusätzlich verfügt die Konsole über eine Internetverbindung und integrierte Programme wie Skype. Sobald ein Online-Anruf eintrifft, soll die Konsole diesen im laufenden Inhalt anzeigen. Für die Steuerung dieser komplexen Aufgaben sind insgesamt drei Betriebssystem-Bausteine verantwortlich. Zum einen ein klassisches Xbox OS, zusätzlich ein Windows Kernel und ein übergreifendes System, das die anderen Elemente verknüpft und den fließenden Wechsel ermöglichen soll.

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