Mobile Computing: Kompakt-Notebooks: Test: Notebook Fujitsu Lifebook P3110

Mit viel Power und einer dicken Ausstattung präsentiert sich Fujitsus Lifebook P3110. Das kompakte Notebook ist auch für Business-Anwender interessant.

Günstige, kompakte Notebooks liegen im Trend. Die kleinen »Atom«-Zwerge, sprich mit den CPUs von Intel, eignen sich aber nur in begrenztem Umfang für den Business-Einsatz. Dazu reichen Grafikleistung, CPU-Power und Speicherausstattung häufig nicht aus.

Immer mehr Außendienstmitarbeiter benötigen zudem virtuelle Maschinen auf den mobilen PCs, um bei Kunden beispielsweise neue Software vorzuführen. Dazu bedarf es mehrere Rechenkerne und ein paar GByte Arbeitsspeicher. Eine UMTS-Verbindung für den Internet-Zugang ist ebenfalls von Vorteil.

In edlem Schwarz: das Lifebook P3110 von Fujitsu.

Für diesen Einsatz entsendet Fujitsu das »Lifebook P3110« in das Labor von Network Computing. In dem kompakten Rechner mit 11-Zoll-Bildschirm steckt mehr Rechenkraft als in so manchen zeitgemäßen Desktop-Arbeitsplätzen. Ein Core-Duo-Prozessor mit 1,3 GHz treibt den Zwerg an.

Ihm stehen weiterhin 4 GByte RAM, eine Intel-Chipsatz-Grafikkarte GMA4500 und eine 300-GByte-Platte zur Verfügung. Das LED-erleuchtete Display liefert 1366 x 768 Bildpunkte.

Der Rechner verfügt über drei USB-Anschlüsse, einen Analog-VGA-Ausgang sowie Sound, LAN, WLAN, Bluetooth und einen SD-Kartenslot. Dagegen fehlen HDMI- oder DVI-Buchsen und ein PC- oder Express-Card-Slot. Einige Anwender werden zudem vermissen, dass Fujitsu keine Docking-Station für den P3110 offeriert.

Mit Windows 7 an Bord

Unser Business-Modell kommt mit vorinstalliertem Windows-7-Professional in der 32-Bit-Version und einem integriertem UMTS-Modem. Für den Tests setzt Network Computing zudem parallel dazu Linux auf, genauer gesagt Ubuntu 9.10 x64.

Wer mit dem P3110 virtualisieren möchte, muss im BIOS vorher VT einschalten, weil Fujitsu komischerweise die Virtualisierungsfunktion der CPU in der Grundeinstellung abschaltet.

Von den 4 GByte Arbeitsspeicher abzüglich Grafikspeicher bleiben für das 32-Bit-System lediglich 3,18 GByte übrig. Hier sollte Fujitsu künftig vielleicht auf die 64-Bit-Version setzen, um das RAM optimal nutzen zu können.

Das Liefbook ist auch in anderen Farben erhältlich, etwa einem pfiffigen Rot.

Die Platte arbeitet zügig und sehr leise. Unter Windows schafft der Rechner gute fünf Stunden Akkulaufzeit bei herkömmlicher Büroarbeit mit aktivem WLAN.

Das Display ist sehr hell und liefert eine gute Farbdarstellung. In der Praxis stört die Verspiegelung allerdings stärker, als anfangs vermutet. Bereits ein Fenster, das sich hinter dem Anwender befindet, sorgt dafür, dass Teile des Schirms unlesbar werden. Bei Zugfahrten mit wechselnder Fremdlichteinstrahlung ist ein sinnvolles Arbeiten stellenweise umständlich. Hier wäre ein mattes Display die deutlich bessere Lösung.

Trotz der kompakten Bauform fällt die Tastatur groß genug aus und hat einen angenehmen Anschlag. Längere Texte lassen sich ohne große Tippfehler erstellen.

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