Praxis: PCs im Schneckentempo: Warum Windows-PCs »altersschwach« werden

Es ist ein altbekanntes Phänomen, dass Arbeitsstationen mit Microsoft Windows scheinbar automatisch von Jahr zu Jahr langsamer arbeiten. Doch nur in den seltensten Fällen liegt dies tatsächlich an schlechter Programmierung oder überforderter Hardware – meist würde es schon reichen, die Systeme etwas besser zu pflegen.

Programm- und Datenchaos als größte Bremsen

Folgende zehn Ursachen haben die Tuning-Experten als häufigste Bremser bei Windows-Systemen identifiziert:

1. Wildwuchs bei den Startprogrammen: Beim Windows-Start werden zu viele Programme geladen. Viele davon sind kleine Tools, die niemand wirklich braucht, die aber bei der Inbetriebnahme mitinstalliert wurden, später den Speicher belasten und das Hochfahren des Betriebssystems verlangsamen.

2. Beschädigte Registry: Die Registry ist das zentrale Nervensystem des Betriebssystems. Defekte machen den PC nicht nur langsamer, sondern sind eine Gefahr für die Stabilität des gesamten Systems. Oft bleiben beispielsweise Reste von deinstallierten Tools und Anwendungen in der Registry liegen und führen zu Problemen oder gar Abstürzen.

3. Fragmentierte Festplatte: Je mehr am PC gearbeitet wird, Dateien kopiert, gelöscht, hinzugefügt oder verschoben werden, desto unaufgeräumter wird die Dateistruktur auf der Festplatte. Das verlangsamt den Zugriff auf einzelne Dateien deutlich, da die Leseköpfe auf der Suche nach ihren Einzelteilen unnötig viel Zeit für das Hin- und Her springen benötigen.