Strom aus Biogas und Wodka: Bloom Energy will Energieversorgung von Datacentern und Gebäuden revolutionieren

Mit ihrem »Energy-Server« will die kalifornische Firma Bloom Energy die Welt besser machen, zumindest was die Erzeugung von Strom für Datacenter und Gebäude betrifft. Das Konzept: Eine Brennstoffzelle, die bei hohen Temperaturen fossile Brennstoffe in Strom umwandelt. Firmen wie Google und Ebay testen den Energy-Server bereits.

Minikraftwerke für Firmen und Haushalte

Nach den Vorstellungen von Bloom Energy kann jede Firma oder jeder Privathaushalt ein solches Minikraftwerk betreiben. Neben dem ES-5000 sind kleinere Modelle in Entwicklung, die etwa so groß wie eine Schuhschachtel sind.

Während das ES-5000 für Datacenter und Bürogebäude an die 700.000 bis 800.000 Dollar kostet, sollen die kleinen Ausgaben für Privatanwender für 3000 Dollar zu haben sein. Damit könnten Haushalte eine separate Stromversorgung aufbauen.

Google und Ebay testen die Bloom Box

Zu den ersten Nutzern der Technologie von Bloom Energy gehört Google. Das Unternehmen versorgt mithilfe des Energy-Servers ein Gebäude an seinem Hauptsitz in Mountain View (Kalifornien) mit Strom. Dort ist nach Angaben der Firma ein »experimentelles Datacenter« untergebracht.

Ebay setzt am Standort San Jose fünf Energy-Server ein.

Auch Ebay testet das Konzept. Der E-Tailer hat derzeit fünf Bloom-Boxes in Betrieb. Sie wurden bereits vor neun Monaten auf dem Firmencampus in San Jose (Kalifornien) installiert und werden mit Biogas befeuert.

Laut Ebays Chief Executive Officer John Donahoe liefern die Energy-Server 15 Prozent des Stroms, den der Campus benötigt. Seit Inbetriebnahme erzeugten die Systeme laut Donahoe 2 Millionen Kilowattstunden Strom. Die Ausgaben für den Kauf der Energy-Server werden sich laut Ebay in etwa drei bis fünf Jahren amortisiert haben.