Energiesparen im Rechenzentrum

In Zeiten großer Streichkonzerte in den IT-Abteilungen wird der Stromverbrauch immer mehr zu einem kritischen Kostenfaktor im Rechenzentrum. Gerade die physikalische Infrastruktur wird bei entsprechenden Projekten allerdings oft stiefmütterlich behandelt. Dabei kann gerade hier, etwa mit Tipps zur Reihenkühlung, nachhaltig gespart werden.

Durch eine Reihenkühlung und Bildung von Kalt-Warm-Gängen lässt sich der Energiebedarf bei der Kühlung deutlich senken. (Quelle: APC)

War in den Anfangszeiten nahezu ausschließlich die Leistung und Zuverlässigkeit von Servern ausschlaggebende Kennzahlen, so spielt bei der Planung und dem Betrieb moderner Rechenzentren auch der Energieverbrauch eine immer größere Rolle. Dies erfordert vielerorts noch ein Umdenken, aussagekräftige Messungen des tatsächlichen Verbrauchs sind noch viel zu selten (siehe »Messen ist das A und O«). Dabei sind »die Energiefresser in Rechenzentren und Serverräumen schnell gefunden.«, meint Francisco Alvarez, Country-General-Manager Schweiz und Enterprise-Sales-Manager Deutschland und Österreich bei APC.

Nach Zahlen des Herstellers APC Schneider Electric liegt der Leistungsbedarf für ein Rechenzentrum heute bei 8000 Watt pro Quadratmeter. Vor zehn Jahren waren es noch 1000 Watt pro Quadratmeter. Dabei liegt der Fokus der Administratoren nach einer Untersuchung der Experton Group meist auf der Virtualisierung von Servern. Andere Bereiche bleiben hingegen allzu oft außen vor. APC bemängelt ebenfalls, dass die Unternehmen bei der Frage der Energiereduktion, die Analyse und Konzeption der physikalischen Infrastruktur außen vor lassen. Dies spiegelt sich auch in den Erfahrungen von Experton wieder: In der Umfrage kannten 85 Prozent der Administratoren nicht den Energieverbrauch ihres Rechenzentrums. Ohne dieses Wissen lässt sich aber über die Wirksamkeit von Maßnahmen nur spekulieren.

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