Schwaches Infrastruktur-Business: PC-Geschäft und VMware lassen Dell wachsen

Weil das PC-Geschäft mit Unternehmenskunden gut läuft, kann Dell die Schwäche im Server-Business überdecken und einen Umsatzzuwachs verzeichnen. Auch VMware und die anderen Töchter vermelden ein Plus.

Dell-Zentrale in Round Rock, Texas
(Foto: Jjpwiki / CC BY-SA 4.0)

Um 2 Prozent auf knapp 23,4 Milliarden Dollar konnte Dell im zweiten Quartal seines Geschäftsjahres 2020 den Umsatz steigern. Verantwortlich dafür war vor allem die Client Solutions Group, die um 6 Prozent auf 11,7 Milliarden Dollar zulegte. Die Infrastructure Solutions Group musste dagegen Einbußen von 7 Prozent hinnehmen und kam auf einen Umsatz von 8,6 Milliarden Dollar.

Gut lief es auch bei VMware, das ein Plus von 12 Prozent und Einnahmen von 2,5 Milliarden Dollar vermeldete. Und auch die anderen Töchter – RSA, Secureworks, Virtustream, Dell Boomi und die gerade an VMware verkaufte Pivotal – stehen in Summe gut da und liefern einen Umsatz von 619 Millionen Dollar ab; 8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Allerdings wird das PC-Geschäft vornehmlich von der starken Nachfrage im Unternehmensbereich getragen, angetrieben wohl zumindest teilweise vom nahenden Support-Ende von Windows 7. Die Zahl der verkauften PCs, Workstations und Notebooks legte in diesem Segment zweistellig zu, der Umsatz kletterte um 12 Prozent auf 9,1 Milliarden Dollar – mehr als genug, um den zwölfprozentigen Einbruch im Consumer-Bereich auf 2,7 Milliarden Dollar zu kompensieren.

Im Infrastruktur-Business gestaltete sich vor allem das Geschäft mit Servern und Netzwerklösungen schwierig und verzeichnete nur 4,4 Milliarden Dollar Umsatz – ein Minus von 12 Prozent. Der Storage-Umsatz wuchs dagegen minimal auf knapp 4,2 Milliarden Dollar.

Unter dem Strich belief sich der Gewinn für Dell im zweiten Geschäftsquartal auf 4,5 Milliarden Dollar. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte man noch einen Verlust ausweisen müssen.