PC-Markt spürt leichten Aufwind: Windows 10 sorgt für PC-Nachfrage

Nach zwei rückläufigen Quartalen wuchs der weltweite PC-Markt im zweiten Quartal 2019 wieder um 1,5 Prozent. Als Wachstumstreiber sehen die Analysten von Gartner die steigende Nachfrage von B2B-Kunden nach aktuellen Windows 10-PCs.

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Nach einem schwachen Jahresstart konnte der weltweite PC-Markt im zweiten Quartal wieder leicht zulegen. Wie die Marktforscher von Gartner errechneten, stiegen die Auslieferungen um 1,5 Prozent auf global 63 Millionen Geräte. Im zweiten Quartal 2018 waren es noch 62 Millionen Computer.

Auch der PC-Markt in EMEA schaltete im zweiten Quartal wieder in den Wachstumsmodus. Laut Gartner wurden im Vergleich zum Vorjahresquartal 1,7 Prozent mehr PCs verkauft.

»Das weltweite Wachstum bei den PC-Auslieferungen wurde im zweiten Quartal 2019 vor allem durch die steigende Nachfrage durch Windows 10-Aktualisierungen im Geschäftskundenmarkt vorangetrieben«, erklärt Mikako Kitagawa, Senior Principal Analyst bei Gartner. »Das Wachstum bei Desktop-PCs war stark, was den Rückgang der Stückzahlen bei mobilen PCs ausglich«.

Der US-Handelskonflikt mit China hatte im zweiten Quartal keinen Einfluss auf den PC-Markt. Das müsse aber nicht so bleiben, meinen die Gartner-Analysten. Die nächste Phase mit Strafzöllen könne durchaus für steigende Preise bei Laptops und Tablets sorgen, da diese mehrheitlich in China gefertigt werde. Auf jeden Fall sorge der in die Verlängerung gehende Handelsstreit für Verunsicherung im Markt.

Positiv werten die Analysten dagegen die Anzeichen dafür, dass sich die Lieferengpässe bei Intel-Prozessoren, die den Markt mehr als 18 Monate belasteten, ausflösten. Die Verknappung hatte vor allem den kleinen und mittelgroßen PC-Herstellern zu schaffen gemacht. Die großen Anbieter, die dank langfristiger Verträge bevorzugt beliefert wurden, konnten daraus Vorteile ziehen und den kleineren Konkurrenten Marktanteile abnehmen.

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